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Der Missbrauchsskandal hat die Katholische Kirche erschüttert. Die Aufarbeitung ist längst nicht abgeschlossen.
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Der Missbrauchsskandal hat die Katholische Kirche erschüttert. Die Aufarbeitung ist längst nicht abgeschlossen.

Sexueller Missbrauch

Betroffene sollen bei Aufarbeitung des Skandals in der Kirche helfen

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Die Bistümer Fulda, Limburg und Mainz setzen einen gemeinsamen Beirat zum Missbrauchsskandal ein. Die Suche nach Mitgliedern ist heikel.

Die Perspektive von Menschen, die von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche betroffen sind, soll bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals eine größere Rolle spielen. Die Bistümer Limburg, Mainz und Fulda wollen deshalb einen gemeinsamen Betroffenenbeirat einsetzen. Gesucht werden Menschen, die sich daran beteiligen.

„Wir können Missbrauch in der Kirche nur aus der Perspektive der Betroffenen angemessen aufklären und verhindern“, sagte der Limburger Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, am Mittwoch. Die Bischöfe Peter Kohlgraf (Mainz) und Michael Gerber (Fulda) teilen diese Einschätzung.

Ihnen sei klar, dass es für Betroffene eine Zumutung sein könne, sie um Unterstützung zu bitten. „Viele Menschen haben großes Unrecht und Leid durch Vertreter der Kirche aus unseren Diözesen erfahren müssen“, teilten die drei Bistümer in einer gemeinsamen Erklärung mit. Man wolle die Aufarbeitung mit großer Transparenz und Ernsthaftigkeit vorantreiben, dabei sei die Perspektive der Betroffenen maßgeblich.

Der Betroffenenbeirat soll die Arbeit der drei Diözesen begleiten. Es gehe um die Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen sexualisierter Gewalt, die Aufarbeitung, Prävention und Intervention. Der Beirat soll ein Vorschlagsrecht sowie ein Anhörungsrecht bei geplanten Maßnahmen besitzen. Darüber hinaus benennt er Mitglieder zur Mitarbeit in den Aufarbeitungskommissionen.

Das Gremium soll mit neun Personen besetzt sein. Mitglieder werden für zunächst drei Jahre berufen. Die Tätigkeit sei ehrenamtlich, es gebe eine Aufwandsentschädigung.

Bis 28. März können sich Personen, die teilnehmen wollen, bei den jeweiligen Bistümern postalisch melden. pgh

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