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Corona-Pandemie

Astrazeneca: Impftermine in Hessen abgesagt – Wer betroffen ist

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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  • Jutta Rippegather
    Jutta Rippegather
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Die Corona-Impfstrategie gerät durch den Astrazeneca-Impfstopp ins Stocken. Derweil steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen wieder.

  • Die Corona-Neuinfektionen nehmen in Hessen wieder zu.
  • Es gibt scheinbar Probleme mit dem Impfstoff von Astrazeneca.
  • Der Impfstopp könnte Auswirkungen auf die Sieben-Tage-Inzidenzen in der Corona-Krise haben.

Wiesbaden – In Hessen lagen am Montag sechs Landkreise und die Stadt Offenbach über einer Sieben-Tages-Inzidenz von 100 Fällen pro 100 000 Einwohner. Und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der hessenweite Durchschnitt von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen erreicht ist. Dann könnte die „Notbremse“ gezogen werden – die Corona-Lockerungen der vergangenen Woche müssten zurückgenommen werden.

Astrazeneca wird in Hessen nicht verimpft – Schulen und Kitas betroffen

Ob es dazu tatsächlich kommt, werde das hessische Corona-Kabinett entscheiden, sagte der Sprecher der Landesregierung, Michael Bußer, am Montag auf Anfrage. Unabhängig davon könnten Landkreise und Städte mit eigenen Verordnungen tätig werden.

Impfen mit angezogener Bremse: Der Einsatz von Astrazeneca ist vorläufig gestoppt.

Erschwerend kommt das Aussetzen der Impfungen mit Astrazeneca hinzu. Es sollte vor allem für Personal von Kindertagesstätten, Schulen und Polizei verwendet werden. Das Impfzentrum des Kreises Groß-Gerau werde deshalb sämtliche Termine für sie absagen. „Wir haben noch ein bisschen Biontech, sodass wir die Termine bis Ende Mai halten können, die über die Plattform des Landes gemacht wurden“, sagt Andreas Franz, Leiter des Impfzentrums. 1000 Spritzen wurden dort in jüngster Zeit pro Tag gesetzt. Ab sofort sind nur noch 500 möglich. Nach Angaben des Sozialministeriums wurden in Hessen 114 703 Personen mit dem Vakzin geimpft. 43 haben bereits die Zweitimpfung.

Große Corona-Impfaktion mit Astrazeneca in Offenbach abgesagt

In Offenbach tagt am heutigen Dienstag der Corona-Verwaltungsstab. Die Stadt steuert auf die kritische 200er-Marke zu. Es drohen Ausgangssperren. Nächstes Wochenende wollte Offenbach eine große Impfaktion mit Astrazeneca für alle Erzieher:innen und Grundschullehrer:innen starten. Am Montag hatte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Grüne) noch Hoffnung: „Wir müssen schauen, dass wir vom Land einen anderen Impfstoff bekommen.“ Der Verwaltungsstab will entscheiden, wie das Infektionsgeschehen am besten einzudämmen ist. Die Stadt hat zuletzt sehr viele Tests in Kitas und Schulen angeordnet, gleichzeitig sind die kostenlosen Schnelltests angelaufen. „Die Zahlen werden wohl hochlaufen“, befürchtet Groß.

Impfstoffe werden ins Impfzentrum in der Festhalle Frankfurt geliefert. Die Impfung mit Astrazeneca ist zunächst ausgesetzt.

Da die Hälfte der Corona-Infektionen im Privatbereich stattfinden, wird es auf Kontaktbeschränkungen hinauslaufen. Zum anderen wird bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 drei Tage am Stück eine Ausgangssperre in Kraft* treten. Von 21 bis 5 Uhr darf sich dann niemand ohne triftigen Grund im öffentlichen Raum bewegen. So sieht es das Eskalationskonzept des Landes vor. Laut Bußer wird es derzeit überarbeitet. „Was wir vermeiden wollen, ist ein Engpass in den Kliniken“, betont Groß. Durch Impfung der vulnerablen Gruppen in Pflegeheimen sowie dem Erhöhen der Kapazitäten im Impfzentrum seien zumindest schwere Krankheitsverläufe etwas eingedämmt worden. Von den 411 Infizierten in Offenbach liegen 44 im Krankenhaus. (Jutta Rippegather, Timur Tinç) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Frank Röth

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