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Am Dienstag Streiks im öffentlichen Dienst in Hessen

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Von: Pitt v. Bebenburg

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Verdi und andere Gewerkschaften gehen in Hessen auf die Straße (Archivbild) © peter-juelich.com

Gewerkschaften rufen zu Demos in vier hessischen Städten auf. Überschaubare Auswirkungen erwartet

An den hessischen Hochschulen dürfte am heutigen Dienstag (12.10.2021) die eine oder andere Veranstaltung ausfallen. Auch der Kontakt zu Landesbehörden könnte schwierig werden. Die hessischen Landesbeschäftigten sind zum Streik aufgefordert.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW, GdP und IG Bau rufen wenige Tage vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen zum Aktionstag auf. Kundgebungen sind in Kassel (9.30 Uhr, Königsplatz), Wiesbaden (10.15 Uhr, Dernsches Gelände), Gießen (11.45 Uhr, Kirchenplatz) und Darmstadt (12 Uhr, Ludwigsplatz) geplant. Am Mittwoch folgen Aktionen des Deutschen Beamtenbundes mit einer Kundgebung vor der Wiesbadener Staatskanzlei um 11.30 Uhr.

Aufruf an Straßenwärter, Justiz- und Hochschulbedienstete

Die Auswirkungen des Streiks dürften deutlich geringer ausfallen als bei Ausständen im Gesundheitswesen oder bei Kitas, die von der aktuellen Tarifrunde nicht betroffen sind. „Auf der Landesebene spürt man das nicht so als Konsument oder Bürgerin“, räumte der hessische Verdi-Vorsitzende Jürgen Bothner am Montag in Frankfurt ein. Zum Streik aufgerufen sind unter anderen Hochschulbeschäftigte, Straßenwärter, Justizbeschäftigte sowie Beschäftigte in Regierungspräsidien oder dem Amt für Geoinformation und Bodenmanagement.

Verhandlungsrunde in Dietzenbach

Vor der zweiten Verhandlungsrunde, die am Donnerstag in Dietzenbach beginnt, soll damit der Druck auf das Land Hessen als Arbeitgeber erhöht werden. Die Gewerkschaften verlangen fünf Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 175 Euro im Monat. Außerdem dringen sie darauf, ein Recht auf Homeoffice tarifvertraglich zu regeln und die Zahl der befristeten Verträge bei den Hochschulbeschäftigten deutlich zu verringern. Vom Land gibt es bisher kein Angebot.

Es ist das erste Mal, dass Hessen vor der Tarifgemeinschaft der Länder verhandelt, in der die 15 anderen Bundesländer zusammengeschlossen sind.

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