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Wettkampf um die hessische AfD-Spitze in Frankfurt

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Von: Pitt von Bebenburg

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Beim hessischen Landesparteitag der AfD in Frankfurt wird das hessische Führungsduo herausgefordert.

AfD-Landesvorstand Robert Lambrou will ein offen rechtes Mitglied aus der Partei ausschließen. Ein weiteren Spitzenpolitiker in Hessen verteidigt er.
AfD-Landeschef Robert Lambrou tritt wieder an © Andreas Arnold/afp

Frankfurt - Bei der hessischen AfD werden die Weichen am Wochenende neu gestellt. Beim Parteitag im Saalbau Zeilsheim am Rande Frankfurts werden die amtierenden Parteivorsitzenden Robert Lambrou und Klaus Herrmann von zwei Kollegen aus der hessischen Landtagsfraktion herausgefordert. Das könnte zu einer Richtungsentscheidung werden.

So will Andreas Lichert den Vorsitz der Landespartei übernehmen. Der 46-jährige aus Bad Nauheim gilt als Vertreter der neuen Rechten. Im Landtag vertritt er die AfD in der Wirtschaftspolitik.

Frankfurt: AfD-Parteitag der Hessen-AfD

Auch Volker Richter wirft seinen Hut in den Ring. Der 57-jährige Sozialpolitiker aus Nordhessen tritt als Kritiker der staatlichen Corona-Politik hervor. Er nannte als Ziel, „mit Robert Lambrou gemeinsam den Landesverband weiter zu entwickeln“.

Der 54-jährige Lambrou und der 61-jährige Herrmann führen die AfD seit 2017 gemeinsam. Lambrou ist auch Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag, in den sie nach der Wahl von 2018 erstmals eingezogen war. Der Polizist und Innenpolitiker Herrmann amtiert zugleich als stellvertretender Fraktionschef – ein Amt, das auch Volker Richter innehat.

Lambrou sagte der FR, aus seiner Sicht gehe es bei der Entscheidung in Hessen „sehr stark um Personen“ und weniger um die politische Ausrichtung. Lichert sagte, er wolle „vorleben, dass eine konstruktive Zusammenarbeit über politische Lager hinweg keineswegs zulasten des politischen Profils gehen muss“. Es gelte, in der AfD „den herbeigeredeten Lagerkampf und die durch Partikularinteressen am Köcheln gehaltenen parteiinternen Konflikte zu überwinden“.

Frankfurt: AfD entscheidet über neue Doppelspitze in Hessen

Vor der Vorstandswahl werden die rund 300 Delegierten der AfD zunächst entscheiden, ob es bei einer Doppelspitze bleibt oder ein einzelner Vorsitzender die Partei anführen soll. Volker Richter kündigte an, nur für den stellvertretenden Parteivorsitz anzutreten, falls sich die Mehrheit für eine Einerspitze entscheiden sollte.

Vor zwei Jahren waren die beiden Vorsitzenden mit mäßigen Ergebnissen in ihren Ämtern bestätigt worden. Seinerzeit erhielt Lambrou 58,7 Prozent Zustimmung, bei Herrmann waren es 50,1 Prozent.

Der Landesparteitag ist für Samstag und Sonntag angesetzt. Er hatte bereits mit zweitägigen Beratungen im Oktober begonnen. Seinerzeit wurden die hessischen Delegierten für den Bundesparteitag gewählt. Er ist vom 10. bis 12. Dezember in Wiesbaden geplant. (Pitt von Bebenburg)

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