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AfD in Hessen: Gezänk und Machtkämpfe

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Von: Jutta Rippegather

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AfD-Abgeordnete planen eine Reise in die von Russland besetzte Ostukraine. (Archivbild)
AfD © Christian Spicker/imago

Die AfD ist keine Alternative, sondern ein Sammelbecken mit einer ganz speziellen DNA. Der Kommentar

Mit dem Austritt von Joana Cotar verliert die hessische AfD eines ihrer wenigen bekannten weiblichen Gesichter. Ihre Mitteilung über ihren Parteiaustritt ist mit einer Generalabrechnung verbunden. Sie hinterlässt den Eindruck, dass ein langer Leidensweg hinter ihr liegt. Vermittelt die Überzeugung, dass die Partei sich verabschiedet hat von der Idee einer bürgerlichen Alternative zu den etablierten Parteien. So wie die 49-Jährige das Innenleben der Partei darstellt, handelt es sich um einen heruntergekommenen Laden voller Faulenzerinnen und Faulenzer, denen es einzig und allein darum geht, Diäten zu kassieren. Opportunismus, Dauermobbing, korrupte Netzwerke - schwere Vorwürfe.

Überraschend kommt diese Analyse nicht. Cotar ist nicht die Erste, die erkennt, dass die AfD nicht mehr ihre politische Heimat ist. Und ihren Abgang mit einem Paukenschlag verbindet. So einige kamen einst auf dem AfD-Ticket ins Parlament und sitzen inzwischen fraktionslos in den Hinterbänken - so ist es im Bundestag und auch im hessischen Landtag.

Die AfD ist keine Alternative, sondern ein Sammelbecken von Leuten aus dem bürgerlichen Spektrum bis zu Rechtsaußen. So manche mit geringem Interesse an Sachpolitik, aber viel Freude am Polemisieren. Lösungen für politische Probleme? Fehlanzeige. Innerparteiliche Solidarität? Dito. Gezänk und Machtkämpfe begleiten die Partei seit ihrer Gründung. Sie sind Teil ihrer DNA.

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