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Hessen

Abschiebung aus Hessen nach Afghanistan

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Zwei Männer aus Hessen bei Sammelabschiebung nach Kabul an Bord. Amnesty International weist auf „katastrophale Sicherheitslage“ hin

Erneut sind zwei Personen aus Hessen nach Afghanistan abgeschoben worden. Das hessische Innenministerium teilte auf FR-Anfrage mit, die beiden Männer im Alter von 28 und 34 Jahren hätten sich an Bord der Maschine befunden, die in der vergangenen Woche von München nach Kabul geflogen war.

Bei beiden handele es sich um verurteilte Straftäter. Sie seien in Deutschland wegen Drogenkriminalität und Körperverletzungsdelikten belangt worden.

Im Rahmen der Sammelabschiebung waren 26 Menschen von Deutschland nach Afghanistan gebracht worden. Nach Angaben des bayerischen Landesamts für Asyl und Flüchtlinge wurden neben zwölf Personen aus Bayern und den beiden Männern aus Hessen auch Afghanen aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, dem Saarland und Sachsen mit der Maschine abgeschoben.

Die Menschenrechtsorganisationen Pro Asyl und Amnesty International verurteilten die Abschiebungen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass weiterhin nach Afghanistan abgeschoben werde, obwohl das Auswärtige Amt und Gerichte „vor der katastrophalen Sicherheitslage und der Bedrohung aufgrund der Covid-19-Pandemie in Afghanistan“ warnten, sagte Barbara Lueken von Amnesty International. Sie fügte hinzu: „Das gilt auch für Straftäter und Gefährder, da Menschenrechte nicht teilbar sind.“

In Hessen haben sich die Regierungsparteien CDU und Grüne darauf verständigt, „vorrangig“ Straftäterinnen und Straftäter und Gefährderinnen und Gefährder nach Afghanistan abzuschieben.

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