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Schule

Abitur in Hessen im Ausnahmezustand

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Lehrerverbände fordern klare Vorgaben für die Prüfungen. Die Schulen in Hessen sollen erst kurz vor Ostern über die Regeln informiert werden.

Von Montag an hängen sie wieder vor Schulen und in den Aulen: die Abiplakate, auf denen Eltern, Geschwister und Freunde den Prüflingen Mut zusprechen und Glück wünschen. Wie die Prüfungen unter den Bedingungen von Corona ablaufen sollen, ist allerdings ungewiss. Das Kultusministerium will sich erst Mitte nächster Woche dazu äußern. Lehrerverbände drängen auf verbindliche Regeln.

Später als sonst, erst nach den Osterferien, beginnen am 21. April die schriftlichen Abiturprüfungen. Zudem erhalten die Schulen statt drei nun vier Aufgaben zur Wahl. Beides soll helfen, Benachteiligungen auszugleichen, die der aktuelle Jahrgang aufgrund der Corona-Beschränkungen hat.

Allerdings werden auch die Prüfungen selbst unter erschwerten Bedingungen stattfinden. Ungewiss ist noch, ob die Jugendlichen während der vierstündigen schriftlichen Tests durchgehend Masken tragen müssen. „Das ist eine Erschwernis, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das anders gehen soll“, sagt Birgit Koch, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die kursierende Virus-Variante, die zuerst in Groß-Britannien aufgetreten ist, sei sehr ansteckend und infiziere gerade auch junge Menschen häufig.

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Das schriftliche Abitur wird von 21. April bis 5. Mai geschrieben. Die Nachprüfungen laufen von 18. Mai bis 2. Juni.

Besonders viele Prüflinge werden unter anderem am Freitag, 23. April, zu den Englisch-Tests, am 30. April (Deutsch) und am 4. Mai (Mathematik) in den Schulen zugange sein.

Insgesamt nehmen rund 23 000 Abiturient:innen an der Prüfung teil. pgh

Nötig sei auch, dass in möglichst großen, hohen und gut belüfteten Räumen geschrieben werde. Dazu sollte, so Koch, „alles an Räumen genutzt werden, was möglich ist“. Sie fordert zudem vor jeder Prüfung einen verbindlichen Test aller Teilnehmer:innen, bevor diese den Prüfungsraum überhaupt betreten. Die Tests könnten die Prüflinge selbst durchführen, aber „eine Zumutung ist das schon, nur kann man es wohl nicht anders machen“, so Koch.

Ähnlich sieht das Reinhard Schwab, Vorsitzender des Hessischen Philologenverbands. „Am jeweiligen Prüfungstag müssen Schnelltests zur Verfügung stehen“, fordert er. Diese sollten allerdings nicht von den Prüflingen selbst, sondern von geschultem Personal durchgeführt werden. Masken sollten seiner Ansicht nach mindestens bis zum Sitzplatz getragen werden. Dann aber solle es möglich sein, diese abzusetzen. Vorausgesetzt, dass ausreichend Abstand – er spricht von 2,5 Metern – vorhanden sei und regelmäßig gelüftet werde. Die Schulen sollten dazu ihre Aula und andere größere Räume, etwa Musik- oder Kunsträume, nutzen, so Schwab.

Schulen testen die Tests

Das Kultusministerium teilte auf Anfrage mit, dass den Schulen kurz vor den Osterferien am 1. April die entsprechenden Hinweise zur Durchführung des Abiturs gegeben würden. Derweil haben am Donnerstag an 21 Pilotschulen in Hessen die regelmäßigen Tests von Schülerinnen und Schülern auf eine Infektion mit Covid-19 begonnen. Die Schulen sollen erproben, wie die hessische Teststrategie nach Ende der Osterferien am 19. April am besten funktionieren könnte. Mit dabei ist auch die Helmholtzschule in Frankfurt, die am Donnerstag mit den Tests begann.

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