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Landesparteitag Linke: Existenzielle Weichen

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Von: Jutta Rippegather

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Hessen, Dietzenbach: Petra Heimer (l-r), ehemalige Landesvorsitzende, Christiane Böhm, neu gewählte Landesvorsitzende, Jakob Migenda, neu gewählter Landesvorsitzender, und Jan Schalauske, ehemaliger Landesvorsitzender, auf der Bühne.
Hessen, Dietzenbach: Petra Heimer (l-r), ehemalige Landesvorsitzende, Christiane Böhm, neu gewählte Landesvorsitzende, Jakob Migenda, neu gewählter Landesvorsitzender, und Jan Schalauske, ehemaliger Landesvorsitzender, auf der Bühne. © dpa

Mit ihrer Neuaufstellung hat die Linke wichtige Weichen gestellt. Ein Kommentar von Jutta Rippegather.

Die Linke hat einen miesen Lauf. Der Absturz bei der Bundestagswahl, die Sexismusvorwürfe im Landesverband und dann noch Frau Wagenknecht, die ständig von rechts reingrätscht. Die Startchancen für die Landtagswahl im kommenden Herbst stehen schlecht. Jüngste Umfragen sehen die Partei bei drei Prozent. Wären am Sonntag Wahlen, würde sie den erneuten Einzug ins hessische Parlament verpassen. Das wäre bedauerlich.

Doch von Krisenstimmung war in Dietzenbach nichts zu spüren. Die Linke sprüht vor Selbstbewusstsein, sieht sich mehr denn je gebraucht. Als Sprachrohr der Verliererinnen und Verlierer der Energiekrise. Unterstützerin der sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in ihrem Kampf für gleiche Lebensverhältnisse sowie eine Welt, die für die kommenden Generationen noch lebenswert ist.

Erstaunlich viele junge Leute sind dabei. Engagiert haben sie die Konsequenzen aus dem Sexismusskandal diskutiert – ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betrifft. Als gute Wahl könnte sich das neue Führungsduo erweisen, das die Fraktions-Doppelspitze im Landtagswahlkampf unterstützen soll. Christiane Böhm als erfahrene Sozialpolitikerin kennt die Nöte der Menschen. Jakob Migenda ist der Mann mit kurzem Draht zu den Initiativen und Bewegungen. Mit ihrer Neuaufstellung hat die Linke wichtige Weichen gestellt. Ob es die richtigen sind, wird sich am Wahlabend erweisen. Es ist Hessen zu wünschen.

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