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Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes stritten mit Erfolg für mehr Lohn.

Tarifeinigung

Landesangestellte bekommen in Hessen mehr Geld

Hessische Landesangestellte bekommen in drei Stufen acht Prozent mehr Geld

Einen Monat nach dem Abschluss für die restlichen Bundesländer haben sich die Gewerkschaften auch mit dem Land Hessen auf einen Tarifvertrag für die 45 000 Landesbeschäftigten geeinigt. Die Bediensteten bekommen in drei Stufen insgesamt acht Prozent mehr Geld, wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag mitteilte. In den Einkommensstufen steigen die Gehälter demnach um elf Prozent.

Ein Mindestbetrag von 240 Euro verteilt sich auf drei Stufen. Die erste Gehaltserhöhung wird den Beschäftigten rückwirkend zum 1. März 2019 zugesprochen. Sie bekommen 3,2 Prozent mehr Geld, mindestens aber 100 Euro. In der zweiten Stufe folgen ab 1. Februar nächsten Jahres 3,2 Prozent, jedoch mindestens 100 Euro. Ab dem 1. Januar 2021 gibt es einen Anstieg um 1,4 Prozent, mindestens jedoch 40 Euro.

Mehr auch für Auszubildende

Auch die Auszubildenden bekommen mehr Geld: Rückwirkend zum 1. Januar 2019 bekommen sie 60 Euro mehr und zum 1. Januar 2020 steigen die Gehälter erneut um 60 Euro. Zusätzlich erhalten sie einen Tag mehr Urlaub, damit stehen ihnen nun 30 Tage zu. Auszubildende werden nach ihrer Ausbildung in den Landesdienst übernommen.

„Das ist eines der besten Tarifergebnisse für Hessen seit langem“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Der Verhandlungsführer des Deutschen Beamtenbunds, Volker Geyer, befand, mit der Tarifeinigung sei „ein fairer Kompromiss gelungen“. Mit dem Ergebnis könne Hessen „im Wettbewerb mit den direkten Konkurrenten um Nachwuchs- und Fachkräfte bestehen“.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) erklärte, dass der Tarif zu den Bedürfnissen der Angestellten passe. Hessen biete „allen Beschäftigten ein modernes Leistungsportfolio an“.

Bei den Tarifverhandlungen der anderen 15 Länder hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften Anfang März ebenfalls auf eine dreistufige Anhebung der Löhne geeinigt. Die gut 800 000 Angestellten bekommen acht Prozent mehr Lohn. Hessen ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder. (afp)

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