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Schwein gehabt: Ferkel auf einem Öko-Bauernhof in Fulda-Haimbach.
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Schwein gehabt: Ferkel auf einem Öko-Bauernhof in Fulda-Haimbach.

Ökomodellregionen

Land verlängert Förderung

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Das Land Hessen verlängert die Förderung für die drei Ökomodellregionen um drei Jahre bis Ende 2020. Die Modellregionen waren als ein zentraler Baustein des Hessischen Ökoaktionsplans ins Leben gerufen worden.

Mehr Ökolebensmittel aus der Region, die schnell und transparent beim Kunden landen: Das ist das Ziel des Pilotprojekts, das die hessische Landesregierung jetzt um drei Jahre verlängert hat. Profiteure sind die Landkreise Wetterau, Fulda und ein Zusammenschluss der Landkreise Kassel und Werra-Meißner. Die drei wurden im Mai 2015 als Ökomodellregionen ausgerufen. Das Landwirtschaftsministerium unterstützt sie mit insgesamt 450 000 Euro.

Der Wetteraukreis will seine rund 153 000 Euro in die personelle Betreuung des Projekts stecken, teilte Landrat Joachim Arnold (SPD) mit. Die Beteiligten aus Landwirtschaft, Naturschutz und Handel arbeiteten ehrenamtlich. „Unser Hauptanliegen für umstellungsbereite Betriebe ist, auskömmliche, faire und der gesellschaftlichen Bedeutung angemessene Preise zu erzielen.“ Der Verkauf ökologischer Produkte in der Rhein-Main-Region solle verbessert werden. Der Bedarf sei groß. „Gerade dieser Absatzmarkt mit über fünf Millionen Einwohnern lechzt geradezu nach ökologischen Angeboten der Erzeuger und Anbieter aus der Wetterau“, sagte der Landrat.

Sieben Projekte haben die Wetterauer auf den Weg gebracht: In dem einen geht es um Kooperation zwischen Erzeuger und Verarbeiter in Schlachtstätten und Metzgereien. In dem anderen um die Belieferung öffentlicher Einrichtungen mit regionalen Bioprodukten. Die Entwicklung ökologisch orientierter Angebote in Bildung, Naherholung und Tourismus gehört ebenfalls dazu. So gibt es Programme der Umweltpädagogik auf Biohöfen, Radtouren, Kochkurse, Hoffrühstücke.

Auch die anderen beiden Modellregionen hätten in den zwei Jahren schon viel erreicht, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden. „Herausragend“ seien etwa die Stärkung der regionalen Rindfleischvermarktung, die Feierabendmarktinitiative oder die Biowochen. Um die neuen Netzwerke und Produktlinien nachhaltig zu verfestigen, bekämen die Akteure nun weitere drei Jahre Zeit.

Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Förderung des Ökolandbaus in Hessen. Doch sie warnte davor, mit den drei Ökomodellregionen den Wettbewerb zu verzerren. „Es ist ein Gebot der Fairness, die Ökobetriebe in den übrigen Regionen Hessens mit den gleichen Chancen auszustatten“, sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher Heinz Lotz.

Die Entwicklungen in den drei Regionen gingen in die richtige Richtung. Es würden Anreize geschaffen, die regionalen Produkte auch vor Ort zu vermarkten. Dies nütze Betrieben wie Verbrauchern. „Uns geht es bei der Förderung der ökologischen Landwirtschaft darum, hochwertige Biolebensmittel aus der Region für jedermann finanziell erschwinglich zu machen.“

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