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Neu errichtete Mehrfamilienhäuser im Europaviertel in Frankfurt
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Gemeinschaftswohnen in Hessen

Land stärkt alternatives Wohnen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessen erleichtert die Aufnahme in Genossenschaften und Projekte des Gemeinschaftswohnens. Ein "Masterplan" soll viele Probleme am Wohnungsmarkt angehen.

Die schwarz-grüne Landesregierung will gemeinschaftliche Wohnformen und die Gründung von Wohnungs-Genossenschaften fördern. Das hat die für Wohnungsbau zuständige Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Freitag angekündigt.

So gebe es viele Geringverdiener, die sich das Wohnen in Genossenschaftswohnungen nicht leisten könnten, weil ihnen die Mittel fehlten, um Anteile an den Genossenschaften zu kaufen. Ein Landesprogramm solle mit Zuschüssen dafür sorgen, dass sie die Anteile erwerben könnten, die in der Regel 1000 bis 5000 Euro kosteten.

Das erläutert Ministerin Hinz in dem „Masterplan Wohnen in Hessen“, den sie in Wiesbaden vorstellte. Die Durchschnittsmiete von Genossenschaften liege in Deutschland mit gut fünf Euro pro Quadratmeter niedrig, da keine hohen Gewinnmargen erzielt werden müssten, heißt es darin. Darüber hinaus stabilisierten Gemeinschaftswohnen und Genossenschaften Quartiere durch gemeinschaftliche Aktivitäten und Infrastruktur.

Das Land will daher auch bei der Gründung kleiner neuer Genossenschaften helfen. So will Hessen notwendige Gutachten finanziell unterstützen. Auch an eine landesweite Beratung für Formen des gemeinschaftlichen Wohnens ist gedacht. „Wir glauben, dass da ein großes Potenzial ist“, sagte Hinz.

Der „Masterplan“ beschreibt viele Aktivitäten, die zu einem größeren Wohnungsangebot in Hessen führen sollen. Derzeit würden Jahr für Jahr 37 000 Wohnungen gebraucht. Bis zum Jahr 2040 sehe das Ministerium einen Bedarf von 500 000 Wohneinheiten, erläuterte Hinz. Die Zahl der Baugenehmigungen habe noch nicht dieses Niveau erreicht, auch wenn sie auf 27 000 im Jahr 2016 gesteigert worden sei. Im Jahr davor seien es noch 21 000 gewesen.

Hessen stellte und stellt nach eigenen Angaben für die Jahre 2015 bis 2020 insgesamt 1,6 Milliarden Euro für die Förderung des Wohnungsbaus bereit. Davon kommt der größere Teil vom Land, der kleinere aus Bundesmitteln. Neu ist das „Kommunale Investitionsprogramm III“, das 2018 beschlossen werden soll und 257 Millionen Euro bis 2020 umfasst.

Ohne das Engagement der Städte und Gemeinden seien die Probleme am Wohnungsmarkt aber nicht zu lösen, sagte Ministerin Hinz. Sie plant daher im kommenden Jahr vier Regionalkonferenzen, bei denen das Land gemeinsam mit den Kommunen und der Wohnungswirtschaft über Lösungswege beraten will.

Deren Sprecher Axel Tausendpfund von der VdW Südwest lobte das Kommunale Investitionsprogramm. Auf Zustimmung der Wirtschaft traf auch der Plan, den Bau von Sozialwohnungen stärker zu fördern. Hier sollen die möglichen Zuschüsse von zehn auf 25 Prozent erhöht werden.

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