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Ein Blick ins Großraumbüro: Der Rundgang führt durch die Räume des FFH-Funkhauses.

Radio

Zum Lachen in den Keller

Im FFH-Funkhaus in Bad Vilbel produzieren die Redakteure Dirk Haberkorn und Boris Meinzer täglich den Comedykeller.

Tief im dunklen Keller, 150 Meter unter dem FFH-Funkhaus, arbeiten Dirk Haberkorn und Boris Meinzer tagein, tagaus an den Witzen für die verschiedenen Bereiche des hessenweiten Radiosenders. So jedenfalls scherzt das Comedyduo in seiner täglichen Radiosendung. Eigentlich wird der sogenannte „Comedykeller“ aber wie alle anderen FFH-Sendungen im Studio produziert – überirdisch und mit viel Tageslicht.

Wer genauer wissen will, wie beim FFH Radio gemacht wird, dem empfiehlt sich eine kostenlose Führung durch das Funkhaus in Bad Vilbel. Der Rundgang erlaubt einen Blick ins Tagesgeschehen des drittgrößten privaten Radiosenders Deutschlands. Der Weg führt zu den Räumen der Technik, der Online-Redaktion und der Veranstaltungsplanung, durch das Großraumbüro der Redaktion und rein in die gläsernen vier Wände der Radiostudios. In besonderen Fällen können Besucher auch aus erster Hand die Prozesse der Radioproduktion kennenlernen. So etwa, wenn Haberkorn und Meinzer in den Comedykeller zum Mitmachen einladen.

Seit drei Jahren läuft die beliebte Comedysendung jeden Tag zur sogenannten „Drive-time“ um 17.40 Uhr im FFH. Witze zu tagesaktuellen Themen begleiten dann die Hörer in den Feierabend. Die Sendung ist eine Art spaßhaftes Making-of und soll einen Einblick in den anstrengenden Arbeitsalltag der zwei Comedy-Redakteure geben. Es handele sich schließlich um den „härtesten Job Hessens“, heißt es zu Beginn jeder Folge.

Bezug zum Publikum wichtig

Mal sollen die beiden sich für die Sportredaktion etwas Lustiges zum Thema Frauenfußball ausdenken, mal braucht Moderatorin Steffi Burmeister ganz schnell einen Witz zum Thema Hitze. Während das Duo laut vor sich hin überlegt, hallen ihre Stimmen leise nach und man hört im Hintergrund Wasser von der Kellerdecke tropfen. Bei dem Kellergefühl handelt es sich aber um künstliche Soundeffekte. Wichtig sei den Redakteuren vor allem der Bezug zum Publikum. „Wir möchten den Leuten in unserer Sendung einen Spiegel vorhalten“, sagt Meinzer. Das Duo setze daher nicht auf hochintellektuelle Pointen, sondern auf Comedy aus dem Alltag. „Unsere Witze sollen möglichst viele Hörer zum Schmunzeln bringen“, sagt Haberkorn. Und damit sind sie offenbar erfolgreich: 2017 wurde der Comedykeller mit dem deutschen Radiopreis für „Beste Comedy“ ausgezeichnet.

Haberkorn und Meinzer sind beim FFH längst ein eingeübtes Team. Seit beinahe 18 Jahren arbeiten die beiden gemeinsam an den Gags und Witzen des Radiosenders. „Bei Comedy muss man sich die Bälle immer hin- und herspielen. Das können wir mittlerweile ganz gut“, sagt Haberkorn. Das Duo steckt unter anderem hinter den fast ikonischen Sprüchen von „Ankes Tanke“ und dem „FFH-Dummfrager“. Damit sind sie so erfolgreich, dass einzelne Serien auch an bundesweite Radiosender weiterverkauft werden. So erreiche ein einziger Gag von Haberkorn und Meinzer schnell mal 10 Millionen Zuhörer. „Da ist die Reichweite vom Radio einfach unschlagbar“, sagt Haberkorn.

Im Comedykeller bleiben die beiden meist zu zweit. Manchmal laden sie aber auch Prominente zu sich ein. Unter anderem waren Mundstuhl, Badesalz und Bülent Ceylan schon im Keller zu Gast. Auch mit Hörern produzieren Haberkorn und Meinzer ab und zu. „Da haben vor allem die früheren Klassenclowns ihren Spaß“, sagt Haberkorn. Angst davor, ins Mikro zu sprechen, solle man lieber nicht haben. „Dafür aber Interesse an Comedy und Lust aktiv mitzumachen“, sagt er.

Dass ein natürliches Talent für Humor eher selten ist, ist den beiden Redakteuren klar. „Deswegen nehmen wir unsere Gäste da gerne an die Hand“, sagt Meinzer. Dabei seien die Tipps, die Besucher in der Comedyredaktion lernten, nicht nur im Radio nützlich. „Comedy wird auch im Alltag immer gebraucht. Es schadet nie, wenn man schnell auf einen lustigen Spruch kommt“, meint Haberkorn.

Auch für das Comedyduo verschwimmt oftmals die Grenze zwischen Job und Freizeit: „Wir sind im Grunde 24 Stunden am Tag im Dienst“, sagt Haberkorn. Im Alltag lauere an jeder Ecke Inspiration für einen nächsten Witz. Da stimmt auch Meinzer zu: „Die beste Comedy schreibt das Leben selbst.“ Da kann auch die äußerst kreative Atmosphäre im Keller unter dem Funkhaus nicht mithalten.

Verlosung

Die fünf Gewinner der heutigen Ver-losung können am 2. August beim FFH in Bad Vilbel an einer Führung teilnehmen und selbst im Comedykeller unter Beweis stellen, wie witzig er oder sie ist. Wer dabei sein möchte, registriert sich online bis 26. Juli, 10 Uhr, auf https://fr.de/gewinnspiel mit dem Losungswort „FFH“. Wenn Sie nicht alleine kommen möchten, schreiben Sie bitte in dem Feld „Anmerkungen/Hinweise“, mit wie vielen Personen Sie teilnehmen möchten. Nur die Gewin-ner werden informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.  

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