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Schmuck, Deko, Drucke oder Gemälde - zu entdecken gab es beim Flohmarkt einiges.

Darmstadt

Kunst zum kleinen Preis

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Der zweite Weihnachtsflohmarkt des Waldkunstzentrums soll den Ausstellungskatalog mitfinanzieren.

Ob Weihnachtspyramide, Dekoteller oder von Künstlern signierte Drucke oder Bilder – zu entdecken gibt es einiges am Samstag beim zweiten Weihnachtsflohmarkt des internationalen Waldkunstzentrums. „Bei den Frühjahrsbasaren haben wir immer so viele Weihnachtsartikel geschenkt bekommen, die wir kaum los wurden: So kamen wir vergangenes Jahr auf die Idee, einen eigenen Weihnachtsflohmarkt anzubieten“, sagt Kuratorin Ute Ritschel.

Begehrt sind auch die Objekte, die von Künstlern der vergangenen Ausstellungen angefertigt wurden. So hat Imke Rust, die für die roten Äste der „Floating Energy“-Installation auf dem Waldkunstpfad verantwortlich zeichnet, kleine rote Äste mit „Danke“-Aufschrift angefertigt oder Isabelle Aubry hat in Anlehnung an ihre „Pollen Windows“ mit Blättern Drucke erstellt. Ein Hingucker sind auch die Papageien-Bilder des holländischen Künstlers Fredie Beckmanns, der 2017 am Waldkunstpfad teilnahm.

Wer nach größeren Objekten Ausschau hält, wird bei Matthias Lothhammer fündig, der aus Baumstämmen Sterne geschnitzt hat. Und ganz nebenbei auch schwedisches Zimtgebäck im Lehmofen des Waldkunstzentrums backt. „Dieses Jahr war mein erstes als Vereinsmitglied“, sagt Lothhammer, der als Führer auf dem Kunstpfad tätig war. „Ich habe den Sommer über mit den Künstlern hier zusammengewohnt, da gab es viele Geschichten, die ich den Besuchern bei den Führungen erzählen konnte“, sagt er.

Alle Einnahmen des Basars werden für den Druck des Ausstellungskatalogs zum diesjährigen Waldkunstpfad verwendet. „Der kostet uns rund 10 000 Euro“, sagt Ritschel, „da sind wir für jede Spende dankbar.“ Im Januar soll der Katalog zur „Kunst Ökologie“-Ausstellung in Produktion gehen.

Längst in Planung sind bereits die Aktivitäten für 2019. So werde es wieder ein „Global Nomadic Art Project“ in Kooperation mit dem Geopark Bergstraße-Odenwald geben. Auch die Baumpflanzaktion ist fest eingeplant, muss aber in den kommenden Herbst verschoben werden. „Sonst pflanzen wir immer im Frühjahr, aber wegen der extremen Trockenheit in diesem Sommer muss der Termin um einige Monate verschoben werden“, sagt Ritschel. Verzichten könne der Verein aber nicht auf die Aktion, zu wichtig ist sie, um Spenden für den Kunstpfad zu generieren.

„Und dann steht natürlich unsere große Geburtstagsausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Waldkunstpfads 2020 an“, sagt Ritschel. So werde etwa im Verein überlegt, ob erstmals Künstler der vorigen Ausstellungen erneut eingeladen werden. „Dazu ist noch eine große Sommerausstellung geplant, da sind wir schon mit Darmstädter Künstlern im Gespräch“, sagt Ritschel.

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