Kultur

Hilfe für zwölf Festivals abgelehnt

  • Pitt v. Bebenburg
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FDP beklagt das „Scheitern“ des Corona-Kulturpakets in Hessen. Wer keine Tickets vergibt, geht leer aus.

Die Hessische Landesregierung hilft einigen Veranstaltern von Kulturfestivals mit Geld über die Runden. Doch aus Sicht der FDP ist die Corona-Hilfe für die Kultur gefloppt.

Nach Angaben von Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) haben 35 Festivalorganisatoren die finanzielle Unterstützung beantragt. Das geht aus ihrer Antwort auf Fragen des FDP-Abgeordneten Stefan Naas hervor. Naas schätzt, dass normalerweise mehr als 100 Theater-, Kino- und Musikfestivals in Hessen veranstaltet werden. Er spricht daher vom „Scheitern“ des Förderprogramms, für das zehn Millionen Euro bereitstehen.

Von den Antragstellern kann sich zudem jeder dritte keine Hoffnung auf Landesmittel machen. Nach Dorns Angaben wurden zwölf Anträge abgelehnt, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllt hätten. „Es kommt kein Geld bei den Betroffenen an“, klagte Naas. Gefördert werden Festivals, die auf mindestens drei Tage angelegt waren und eine gewisse Tradition besitzen. Sie müssen in fünf Jahren mindestens zweimal stattgefunden haben.

Schwierig ist es für manche Veranstalter auch, eine weitere Hürde zu nehmen. Sie müssen einen „Liquiditätsengpass“ nachweisen. Das gelingt bei Festivals, die Tickets verkaufen und dadurch nachweisen können, welche Einnahmen jetzt fehlen.

Anders ist es bei Festivals wie dem traditionellen „Stoffel“ in Frankfurt, das sich finanziert, indem es den Spendenbeutel herumgehen lässt. Dorn bestätigte den Ausschluss in ihrer Antwort an den Abgeordneten Naas: „Festivals, bei denen der Zugang zum kulturellen Angebot auch ohne den Erwerb einer Zugangsberechtigung möglich ist, sind nicht antragsberechtigt“, erläuterte sie. „Die Anzahl der verkauften Zugangsberechtigungen muss nachweisbar sein.“

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