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Die Bücher lösen manchem die Zunge, der eigentlich nur wegen eines Pflasters kommt.

Schulkrankenschwestern in Hessen

Kümmerin im Alltag

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Schulkrankenschwestern füllen eine wichtige Lücke. Eine solche niedrigschwellige Anlaufstelle täte jeder Schule gut. Ein Kommentar.

In Dänemark oder England gehören Krankenschwestern - oder der Pfleger - zur Schule wie die große Pause. Doch in Deutschland sind sie eine Rarität. Dabei füllen sie eine wichtige Lücke: Sie trocknen Tränen, verpflastern Schürfwunden, geben Wärmeflaschen aus. Sie lernen die einzelnen Kinder kennen, womöglich auch deren Eltern. Das Vertrauen wächst. Kommt es zu größeren Problemen, wissen die Schüler, an wen sie sich wenden können. 

Eine solche niedrigschwellige Anlaufstelle täte jeder Schule gut. Speziell jenen mit einem Ganztagsangebot. Immer mehr Kinder haben Allergien, Diabetes oder andere chronische Krankheiten. Damit sind Lehrer überfordert. Manche rufen schon wegen eines Zeckenbisses die Eltern an.

Wer ja zur Inklusion sagt, muss auch ja zur Schulgesundheitspflege sagen. Zumindest in jeder größeren weiterführenden Schule. Es geht um mehr als Erste Hilfe. Die Krankenschwester ist die Kümmerin im hektischen und robusten Schulalltag. Außerdem erweitert sie die Kompetenzen des Kollegiums um einen wichtigen Bereich: medinisches Know-how. 

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