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Baumstümpfe stehen nach dem Ende der Rodungen auf der A49-Trasse in der Schneise im Dannenröder Forst in Mittelhessen.
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Baumstümpfe stehen nach dem Ende der Rodungen auf der A49-Trasse in der Schneise im Dannenröder Forst in Mittelhessen.

Protest

Kritik an weiteren Baumfällungen

Die Kritik am Weiterbau der Autobahn in Mittelhessen reißt nicht ab. Weil für das Projekt auch eine Stromleitung verlegt werden muss und dafür weitere Bäume weichen sollen, werfen Umweltschützer den Planern Intransparenz vor.

Nach Protesten gegen weitere Baumfällungen für den Lückenschluss der Autobahn 49 in Mittelhessen hat die Projektgesellschaft Deges auf die Rechtmäßigkeit der Arbeiten hingewiesen. „Die Fällung ist vom Planfeststellungsbeschluss gedeckt und hätte eigentlich schon im Herbst vergangenen Jahres erfolgen sollen“, erklärte die Deges am Donnerstag. Am Vortag hatte gut ein Dutzend Gegner des Autobahn-Ausbaus bei einer spontanen Versammlung gegen die Arbeiten im Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm (Vogelsbergkreis) protestiert und diese kurzzeitig auch blockiert. Eine niedrige dreistellige Zahl von Polizisten war im Einsatz und begleitete die Arbeiten.

Nach Angaben der Deges waren diese Baumfällungen zunächst aufgeschoben worden, weil ein Anrainer „eine abweichende Auffassung bezüglich der Grundbesitzverhältnisse geltend gemacht“ habe. Der Sachverhalt sei mittlerweile geklärt und die Fällungen deshalb am Mittwoch nachgeholt worden.

Unabhängig davon müsse im Maulbacher Wald eine Starkstromfernleitung versetzt werden, da diese auf der künftigen Trasse verlaufe. „Die Leitung wird daher gemäß Planfeststellungsbeschluss auf einer Länge von etwa einem Kilometer um einige Meter verlegt“, so die Deges. Im Zuge der Ausführungsplanung habe sich ergeben, dass dafür die Einrichtung eines zusätzlichen Schutzstreifens entlang der Leitung erforderlich sei. Deshalb müssten auf einer Fläche von rund einem Hektar Bäume gefällt und Gehölze zurückgeschnitten werden. Eine dafür nötige Fällgenehmigung habe die Deges beantragt. Für Planung und Ausführung sei der Netzbetreiber Avacon Netz zuständig.

Die Umweltschutzorganisation BUND kritisierte das Vorgehen. Offenbar sei man erst nach erfolgtem Planfeststellungsbeschluss darauf gekommen, dass ein Schutzstreifen errichtet werden müsse, dies sei „ein Zeichen dafür, dass an dem Projekt intransparent gearbeitet wird“, sagte Wolfgang Dennhöfer vom BUND-Kreisverband des Vogelsbergkreises. Dadurch werde keine Akzeptanz bei den Bürgern geschaffen und das Beteiligungsrecht der Naturschutzverbände „ausgehebelt“. Man werde das hessische Verkehrsministerium als Planfeststellungsbehörde dazu auffordern, sich dazu zu äußern, „und den Eindruck der Intransparenz zu widerlegen“. Die A49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. (dpa)

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