Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Kritik an niedriger Fördersumme

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
    schließen

Gamearea fürchtet geringere Attraktivität des Standorts Hessen. Verband fordert mindestens zwei Millionen Euro.

Der Verein Gamearea Hessen kritisiert die Höhe des hessischen Förderprogramms für Computerspiele. Zwar begrüßt die Interessenvertretung der hessischen Computer- und Videospielbranche das angekündigte Programm als einen guten Schritt, allerdings fordert der Verband einen substanziellen Ausbau der Games-Förderung, der finanziell und strukturell deutlich über das aktuell vorgesehene Programm hinausgehe.

Die „Hessen Serious Game“ genannte Förderung ist vorrangig auf Lehr- und Lernspiele (Serious Games) ausgerichtet. Ein Projekt kann maximal 50 000 Euro bekommen. Bereits im April 2018 war angekündigt worden, die Förderung der Branche um 200 000 Euro aufzustocken, das konnte aber erst in diesem Jahr anlaufen.

„Hessen Serious Game ist ein wichtiger Impuls, und wir begrüßen die Initiative an sich,“ sagt Stefan Marcinek, Vorstandsvorsitzender der Gamearea Hessen. „Sie kommt allerdings um Jahre zu spät und greift inhaltlich deutlich zu kurz. Wir verpassen wichtige Chancen, nicht zuletzt im Hinblick auf die stetig wachsenden Fördertöpfe des Bundes, von denen wir in Hessen nicht profitieren, wenn wir nicht konsequent alle Konzepte und Inhalte der Games-Branche als förderfähig betrachten. Hessen bleibt im Vergleich mit anderen Bundesländern ein unattraktiver Standort.“

Deshalb fordert der Verband mindestens zwei Millionen Euro an Fördergeld, um Hessen als Entwicklungsstandort auszubauen und einen Teil des Rückstands auf andere Standorte aufzuholen. Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Berlin haben ihre Fördertöpfe auf drei Millionen Euro aufgestockt.

„Unrealistische Termine“

Marcinek betont, die Games-Branche werde maßgeblich von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt, von denen eine immense Innovationskraft und großes Potenzial für Wirtschaftswachstum und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze ausgehe. Fördermittel auf Bundesebene zielten aber eher auf etablierte Unternehmen und Start-ups mit hinreichend Eigenkapital ab.

Die Gamearea hat zudem kein Verständnis für die aus ihrer Sicht unrealistischen Termine, die Förderung zu beantragen. Die erste Bewerbungsfrist habe bereits nach wenigen Wochen geendet. „Das ist viel zu knapp, um sich vernünftig darauf vorzubereiten und auch dadurch werden uns wichtige Potenziale verlorengehen. Nach drei Jahren Entwicklungszeit hat das Programm noch sehr viel Luft nach oben und bedarf deutlicher Nachbesserung, wenn Hessen in Sachen Games-Förderung nicht das Schlusslicht der Republik werden möchte.“

In der ersten Bewerbungsphase seien 14 formal zulässige Anträge eingereicht worden, teilt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen mit. Das Land hatte zu Beginn des Förderprogramms erklärt, es wolle Hessen als führenden Entwicklungsstandort etablieren. Das Konzept für Serious Games sei dabei der nächste Schritt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare