Rüsselsheim

Kriminelle Brüder aus Rüsselsheim vor Gericht

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Zwei Männern aus Rüsselsheim wird vor dem Landgericht Darmstadt der Prozess wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und versuchten Mordes gemacht.

Vor der Zweiten Strafkammer des Landgerichts Darmstadt hat am Freitag der erste von zwei Prozessen gegen zwei Brüder aus Rüsselsheim begonnen. Die beiden Männer gehören einer 14-köpfigen Großfamilie an, von denen einige männliche Mitglieder schon mehrfach strafrechtlich aufgefallen sind, wie sich am Freitag zum Prozessauftakt gegen einen 18-Jährigen herausstellte. Dem Heranwachsenden wirft die Staatsanwaltschaft Darmstadt vor, am 29. März vorigen Jahres in der Rüsselsheimer Innenstadt auf einen ihm bisher unbekannten Mann getroffen und vor diesem grundlos mit einem Springmesser herumgefuchtelt haben. Der Geschädigte soll zunächst versucht haben, den Angriff abzuwehren. Dabei erlitt er am linken Ringfinger eine Schnittverletzung. Nachdem der Geschädigte den Angeklagten zur Rede stellte und ihn mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen hatte, soll der Angeklagte laut der Anklage der Staatsanwaltschaft den Mann mit dem Messer angegriffen und gezielt in den Bauch gestochen haben. Er habe dabei „billigend den Tod des Mannes in Kauf genommen“, so Staatsanwältin Cyd Hergenröder. Der Geschädigte musste im Rüsselsheimer Klinikum intensivmedizinisch behandelt werden.

Vor Gericht machte der Angeklagte, der in den vergangenen Monaten auch in Untersuchungshaftanstalten als Schläger negativ aufgefallen ist, zum Prozessauftakt keine Angaben. Das Gericht hat drei weitere Verhandlungstermine bis Ende Januar eingeplant.

Dem 25-jährigen Bruder des Angeklagten wird vom 22. Januar an wegen des Verdachts des versuchten Mordes der Prozess gemacht. Er soll in einem Rüsselsheimer Café Ende April 2019 auf einen Mann geschossen haben.

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