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Rödermark

Zweifel wachsen

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Breitband-Investition auf Kippe?

Eigentlich schien alles klar. Um auch ihren Bürgern und Unternehmen endlich flächendeckend eine erträgliche Internetgeschwindigkeit ermöglichen zu können, wollte die Stadt Rödermark mittels einer zu diesem Zweck gegründeten Gesellschaft selbst Geld in die Hand nehmen und in den Breitbandausbau investieren. Doch Zeitungsberichte über eine schleppende Nachfrage nach den Anschlüssen im Odenwaldkreis wecken bei einigen Stadtverordneten Zweifel. Dort musste die kreiseigene Gesellschaft Brenergo ihren Businessplan korrigieren.

Die Brenergo war es aber auch, die die Größe der Stadt Rödermark für ausreichend erachtete, um die ganzflächige Verkabelung mit Glasfaser kostendeckend und alleine zu bewältigen. Die Rede ist von Investitionskosten in Höhe von sechs Millionen Euro.

„Um die geplante Breitbandversorgung der schlecht angebundenen Stadtteile nicht zu gefährden, empfiehlt es sich, alternative Ausbaukonzepte zu beleuchten“, fordert die Koalition von CDU und Anderer Liste bereits in einem Berichtsantrag zum Haupt- und Finanzausschuss. Wissen wollen sie darin etwa auch, ob überhaupt schon ein Kataster der bereits vorhandenen Glasfaserkabel in der Stadt existiert, ob die Stadt Gespräche mit den in Rödermark aktiven Telekomunternehmen über deren künftige Ausbaupläne und mögliche Kooperation führt und ob der Ausbau der Mobilfunkstandards LTE und advanced LTE geplant ist, die ein Surfen mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde ermöglichen.

„Wir müssen die Sache noch einmal prüfen“, sagt AL-Chef Eckhard von der Lühe auf Anfrage. Es gebe Fraktionsmitglieder, die den eingeschlagenen Weg, selbst investiv tätig zu werden, kritisch betrachteten. Angesichts der zum Teil mangelhaften Verbindungsgeschwindigkeiten sei klar, dass etwas geschehen muss. Die Frage sei aber, auf welchem Weg. Sechs Millionen Euro seien zudem eine Menge Geld.

Zweifel hegt auch die SPD. Die Spatzen pfiffen von den Dächern, dass die Zahlen im Odenwald nicht stimmten, sagt Fraktionschef Stefan Junge der Frankfurter Rundschau. Daher begrüße er den Antrag der Koalition.

Grundsätzlich stehe die SPD zwar zum Beschluss für den Ausbau. Sollte sich aber herausstellen, dass die dem Businessplan zu Grunde liegenden Zahlen nicht haltbar seien, müsse die Stadt gegebenenfalls zurückrudern. Die sechs Millionen Euro seien kein Pappenstiel. Daher müsse die Stadt auch prüfen, ob es nicht doch möglich sei, die Kosten zu reduzieren.

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