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Die Jüngste ist auf Rädern dabei.

Rödermark

Zehn Kilometer zum Jahresende

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Rund 70 Teilnehmer sind beim 13. Silvesterlauf des Lauftreffs Run4Fun dabei.

Schnell die letzten Dehnübungen machen, die Schnürsenkel noch mal festgezurrt, dann geht es schon los: Bürgermeister Roland Kern (AL / Grüne) hält die Startflagge vor die rund 70 Teilnehmer starke Läufer- und Walkergruppe, dann wird laut von Zehn heruntergezählt. Und los geht es zum Silvesterlauf durch Rödermark.

Zum 13. Mal hat am Montag der Lauftreff Run4Fun in Urberach zum Silvesterlauf geladen. Für einige Teilnehmer ist Mitmachen seit Jahren Pflicht. Etwa für Jutta Catta, die mit Hund „Robby“ mitläuft. „Nur einmal habe ich bisher gefehlt, ich bin also zwölfmal schon dabei“, sagt sie. Robby, der schwanzwedelnd zu den anderen Teilnehmern schaut, ist auch Jahr für Jahr dabei. „Mit so einem Lauf kann man das Jahr noch mal gut abschließen. Hinterher fühlt man sich einfach wohl“, sagt Catta.

In drei Gruppen wird gestartet, gelaufen werden entweder zehn oder 7,5 Kilometer quer durch Rödermark oder 7,5 Kilometer mit Stöcken gewalkt. Helfer in gelben Shirts sorgen dafür, dass kein Teilnehmer sich verirrt. Und feuern ihre Gruppe natürlich an. „Der Spaß steht im Vordergrund, es ist einfach ein richtig schöner, ungezwungener Lauftreff“, sagt Helfer Markus Theiss.

Was aber nicht bedeutet, dass die Teilnehmer keine sportlichen Ambitionen hätten. „Wir haben einige Marathonläufer und Triathleten hier dabei“, sagt Alfred Daum, der mit seiner Frau Irmtraud zu den Gründern des Lauftreffs zählt. Mit einem Treffen an einer privaten Garage von einigen Läufern fing es mit dem Silvesterlauf an, inzwischen wird ob des großen Andrangs schon seit Jahren am Sportgelände des Kultur- und Sportvereins (KSV) Urberach gestartet. Dort gibt es schließlich auch im Anschluss genug Platz, um die Sportler zu verköstigen.

„Heute laufe ich mal nicht mit, sondern helfe beim Suppen- und Glühweinausschank mit“, sagt Helferin Christina Brehm. Seit vier Jahren gehört sie dem Lauftreff an. „Ich trainiere viel im Wald, aber da gab es halt schon Situationen, in denen ich mich nicht wohlgefühlt habe“, sagt sie. Also suchte sie nach Trainingspartnern und fand diese bei Run4Fun.

„Jeder kann bei uns mitmachen, Anfänger werden angeleitet“, sagt Irmtraud Daum. Außer Motivation sei nichts mitzubringen. „Mit dem Vorsatz etwas Sport zu machen, fängt es meist an und dann finden sich viele bei ihrem ersten Halbmarathon wieder“, weiß sie zu berichten. So ist es auch Katrin Anton ergangen. „Ich wollte einfach ein bisschen laufen und dann bin ich beim Halbmarathon in Karlsruhe und in Darmstadt gestartet“, sagt sie und lacht. Mittlerweile ist sie zur Walkinggruppe gewechselt, die sich regelmäßig in der Woche trifft und trainiert.

Für Alfred Daum dagegen kann die Laufstrecke dabei gar nicht lange genug sein: Der 64-Jährige will dieses Jahr zum zehnten Mal am 100-Kilometer-Lauf im schweizerischen Biel teilnehmen.

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