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Die Maximal Kulturinitiative (von links: Benjamin Schwarz, Klaus Faust, Werner Kremeier) verlässt nun doch ihre bisherige Veranstaltungshalle an der Stettiner Straße in Jügesheim.

Rodgau

Maximal zieht aus

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Folge eines Streits im Vorstand: Die einen haben die Ausstattung, der andere die Halle. Die Kulturinitiative Maximal und Gebäudebesitzer Dieter Stein gehen künftig getrennte Wege. Von Christoph Manus

Die Maximal Kulturinitiative verlässt nun doch ihre bisherige Veranstaltungshalle an der Stettiner Straße in Jügesheim. Der bisherige Vorsitzende, Werner Kremeier, der im November wie vier andere Vorstandsmitglieder seinen Rückzug angekündigt hatte, wird den vor 18 Jahren gegründeten Verein weiterführen.

Bei einer blockweisen Abstimmung bei der Mitgliederversammlung des Vereins setzte sich das "Team Kremeier" gegen das "Team Stein" durch. Dieter Stein, bisher ebenfalls Vorstandsmitglied, gehört die Halle.

Der neue Vorstand will noch mithelfen, die bis März bereits angekündigten Veranstaltungen zu stemmen, danach aber das Maximal verlassen. In der Stettiner Straße habe man keine Möglichkeit mehr der Weiterentwicklung gesehen, sagt Kremeier. Der Verein sei bereits auf der Suche nach neuen Veranstaltungsorten. Das könne zunächst etwa die Aula der Georg-Büchner-Schule sein, aber auch das Café Mozart am Nieder-Röder Puiseauxplatz. Er hoffe auch auf die Unterstützung der Stadt.

Zwischen Stein und anderen Vorstandsmitgliedern hatte es zuletzt Konflikte um einen neuen Mietvertrag, aber auch um das Konzept des Vereins gegeben. Kremeier hatte bereits im Herbst dafür plädiert, in einer eigenen Halle ein soziokulturelles Zentrum aufzubauen. Andere Maximal-Mitglieder, wie Karlo Dilger, hatten das abgelehnt. Damals hatte die Mehrheit noch für einen Verbleib in der Halle gestimmt.

Stein sieht zwei Verlierer

"Es gibt zwei Verlierer", kommentierte Stein am Mittwoch gegenüber der Frankfurter Rundschau das Ergebnis der Mitgliederversammlung. "Die einen haben die Anlage, Stühle, Kühlschränke, aber keine Halle. Ich habe eine Halle, aber keine Bühne mehr."

Trotzdem wolle er versuchen, in der Halle "Graswurzel-Kultur" mit geringen Mitteln weiter zu betrieben. Er hofft, dass es auch weiterhin Konzerte an der Stettiner Straße gibt. Das hänge freilich auch vom Geld ab. Er hofft unter anderem auf den Erfolg eines neuartigen Tabellenkalkulationsprogramms, das er geschrieben hat.

Dem neuen Maximal-Vorstand gehören Klaus Faust und Winnie Lotz als stellvertretende Vorsitzende an, Kassenwart ist Benjamin Schwarz, Beisitzer Thomas Langer und Tanja Garlt, Schriftführer Udo Binding.

www.maximal-rodgau.de

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