Kreis Offenbach

Wlan für jeden Klassenraum

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Digitalisierung an Schulen als Herausforderung

Die Schülerzahlen im Kreis steigen, es müssen neue Schulen gebaut werden. Etwa in Langen, Dreieich oder Heusenstamm. Oder in Rodgau, wenn in einigen Jahren das Baugebiet Jügesheim-West entsteht. Für die Kommunen bedeutet das, dass Kreis-und Schulumlage steigen werden. Erst recht, wenn der derzeit noch in Verhandlung befindliche Digitalpakt des Landes umgesetzt wird.

Wie die Digitalisierung im Kreis an den Schulen umgesetzt werden soll, dazu hat die Kreisspitze konkrete Pläne. Diese zu verwirklichen und zu finanzieren, wird die große Herausforderung der kommenden Jahre werde, das weiß auch Landrat Oliver Quilling (CDU). An der Digitalisierung der Schulen führe aber kein Weg vorbei, wolle Deutschland zukunftsfähig bleiben.

Unabhängig davon, was das Land konkret im Digitalpakt aushandelt, will der Kreis die Erschließung der Schulen mit schnellem Internet. „Wir wollen Geld in die hundertprozentige Ausleuchtung aller Schulen mit Wlan investieren“, sagt der Landrat. Ziel müsse der drahtlosen Internetzugang in jedem Klassenraum sein - und das mit einer wesentlich höheren Datenübertragungsgeschwindigkeit. Das Land spricht von einem erwünschten Datenvolumen von 30 bis 50 Mbit pro Klassenraum.

„Wir müssen in den Breitbandausbau bis zu Schule investieren“, sagt Quilling. Dafür sei ein Glasfaserkabelausbau nötig, mit dem bisher oft genannten Vectoring zu Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit ließen sich die vom Land genannten Zahlen nicht erreichen.

Wie teuer dieses Vorhaben werden kann, dazu gibt es noch keine Informationen aus dem Kreishaus. Allerdings wird auf eine Bertelsmann-Studie verwiesen, nach der allein schon die Folgekosten für die für die digitale Erschließung der Schulen bei 261 Euro pro Jahr und Schüler bei Grundschulen und 402 Euro pro Jahr und Schüler bei weiterführenden Schulen liegen. Bei insgesamt rund 41 000 Schülern im Kreis eine immense Summe.

Hilfen von Bund und Land seien daher unabdingbar, sagt Quilling. Diese, das zeigen die Überlegungen für den Hessischen Digitalpakt, gibt es aber nicht umsonst: Das Land will die vom Bund bereitgestellte Förderung zur Digitalisierung von 372 Millionen Euro zwar um rund 128 Millionen Euro aufstocken, doch daran sollen nach derzeitigem Stand die Kommunen und Schulträger zur Hälfte beteiligt werden.

Unabhängig von allen Finanzüberlegungen aber sei es notwendig, dass das Kultusministerium ein pädagogisches Konzept für die Digitalisierung im Unterricht erarbeite, fordert Quilling.

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