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Weniger Geld

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Von: Andreas Hartmann

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Die SHD hat ihr Ergebnis vor Steuern zwar nur um 2,3 Prozent auf 2 108 000 Euro verringert, aufgrund höherer Steuern falle der Jahresüberschuss mit 1 164 000 Euro um fast 27 Prozent schlechter aus als im Vorjahr. An die Stadtkasse fließen 480 000 Euro. 2013 schüttete die Holding noch 700 000 Euro an die Stadt aus.

Die drei miteinander verbundenen Wirtschaftsbetriebe der Stadt Dreieich, die Stadtholding Dreieich (SHD), die Stadtwerke Dreieich (SWD) und die Verkehrsbetriebe Dreieich (VBD) haben 2014 einen deutlich geringeren Jahresüberschuss erzielt als im Vorjahr. Das gaben jetzt die beiden Geschäftsführer Wolfgang Lammeyer und Steffen Arta bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2014 bekannt.

Die SHD habe ihr Ergebnis vor Steuern zwar nur um 2,3 Prozent auf 2 108 000 Euro verringert, aufgrund höherer Steuern falle der Jahresüberschuss mit 1 164 000 Euro um fast 27 Prozent schlechter aus als im Vorjahr. Trotzdem sagte Lammeyer: „Die Aufsichtsräte können zufrieden mit uns sein.“ An die Stadtkasse führen die Stadtwerke 480 000 Euro ab, 500 000 Euro gehen in die Rücklagen der SHD. Zum Vergleich: 2013 schüttete die Holding noch 700 000 Euro an die Stadt aus.

Ein Grund für den Umsatzrückgang war nach Lammeyers Angaben der geringere Gas- und Stromverbrauch wegen des milden Winter. Die Kunden verbrauchten 21 Prozent weniger Erdgas. Beim Strom betrug der Rückgang hingegen nur 1,3 Prozent. Die verkaufte Wassermenge blieb mit 2,6 Millionen Kubikmetern unverändert.

Auch der kalte und nasse Sommer 2014 trübte die Bilanz der Stadtwerke. Er wirkte sich nämlich negativ auf die Statistiken des Freibads aus. Mit 58 628 Besuchern kamen 21 Prozent weniger als im Jahr 2013. Bei Hallenbad und Sauna ging die Zahl der Besucher um etwa fünf Prozent auf 94 073 zurück. Der Verlust, den beide Bäder machen, beträgt 1 632 000 Euro. Das sind etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Deutlich gestiegen sind 2014 die Investitionen der Stadtwerke. Etwa 50 Prozent mehr als 2013, 3 600 000 Euro, weist die Jahresbilanz aus. Das liegt vor allem an den zahlreichen Neubauprojekten, für die die Stadtwerke die Stromkabel verlegen und die Wasserversorgung anschließen. Auch die Gasanschlüsse bauen die Stadtwerke.

Die Verkehrsbetriebe schließlich haben 2014 rund fünf Prozent weniger Fahrkarten verkauft als im Vorjahr. Trotzdem stiegen die Umsatzerlöse um fast vier Prozent auf 871 000 Euro. Die Verluste sanken so auf 647 000 Euro. Das sind 70 000 Euro weniger als 2013. Ihre Bilanzsumme von 1 780 000 Euro ist mit mehr als 80 Prozent Eigenkapital unterlegt.

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