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Weiter Streit in der AfD im Kreis Offenbach

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Ein AfD-Landtagsabgeordneter fordert den Rücktritt eines Parteifreundes im Kreis Offenbach.

Bei der AfD im Kreis Offenbach geht der Streit um Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung weiter. Bernd Vohl, AfD-Landesschatzmeister aus Neu-Isenburg, fordert den Rücktritt von Jürgen Berger, AfD-Fraktionsvorsitzender in der Neu-Isenburger Stadtverordnetenversammlung. Vohl sieht sich von Berger diffamiert. Er hat nach eigenen Angaben rechtliche Schritte gegen den einstigen Parteifreund eingeleitet.

Der Hintergrund: Jürgen Berger hatte in einer Pressemitteilung geschrieben, dass Bernd Vohl und „seine Kumpanen“ in die Fraktionskasse gegriffen hätten. „Berger hat sich mit seinen gegenüber der Presse getätigten haltlosen, unwahren und ehrabschneiderischen Latrinenparolen gegen Parteifreunde selbst desavouiert. Ich fordere ihn daher auf, sämtliche seiner Ämter niederzulegen“, schreibt Vohl in einer Pressemitteilung.

Urheber des Streits war allerdings nicht Jürgen Berger, sondern der AfD-Kreisfraktionsvorsitzende Robert Rankl, der früher Landesschatzmeister der AfD war. Er beschuldigte nun seinen Nachfolger Vohl, Privatausgaben zulasten der AfD-Kreistagsfraktion abgerechnet zu haben – genauso wie Maximilian Müger, Kreisfraktionsschatzmeister und Landesvorstandsmitglied aus Dreieich, und Jochen Roos, stellvertretender Kreisfraktionsvorsitzender aus Rödermark.

Robert Rankl und der Heusenstammer AfD-Fraktionsvorsitzende Carsten Härle waren im Frühjahr vom AfD-Landesvorstand mit Ämtersperren belegt worden. 

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