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SPD weiter gegen Südumgehung

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Die Dreieicher Sozialdemokraten setzen sich für die Offenthaler Umfahrung ein und lehnen die Südumgehung Buchschlag/Sprendlingen weiter ab. Dies entspreche der mehrheitlichen Meinung in der Bevölkerung.

"Wir haben sieben Wahlkämpfe mit dem zentralen Thema Südumgehung Buchschlag/Sprendlingen bestritten“, sagt Rainer Jakobi. Der Fraktionsvorsitzende der SPD Dreieich hatte wohl gehofft, dass mit der mehrfachen Ablehnung dieser Landesstraße durch das Stadtparlament das Thema nach 30 Jahren endlich vom Tisch sei.

Doch dann kam im Dezember der Brief von FDP-Verkehrsminister Dieter Posch (die FR berichtete): Der nannte das Projekt ungeachtet der Beschlüsse ein wichtiges Projekt und wollte die Planungen so lange zurückstellen, bis die Kommunalwahlen vorüber und gegebenenfalls neue Mehrheiten im Parlament sitzen. Und erneut beschäftigt die Stadt das alte Wahlkampfthema.

„Müssen jetzt Beschlüsse, die in den letzten beiden Jahren vor einer Kommunalwahl gefasst werden, nach der Wahl wiederholt werden, damit sie das Ministerium akzeptiert?“, fragte Jakobi während einer Pressekonferenz. Die SPD bleibe bei ihrer Ablehnung der Südumgehung, betonte der Fraktionsvorsitzende. Auch in der Bevölkerung seien die Befürworter der Straße mittlerweile deutlich in der Minderheit.

Statt für dieses Projekt mehr als 30 Millionen Euro Landesmittel auszugeben, könne der Minister einen Bruchteil des gesparten Geldes einsetzen, um den Landesteil der Umfahrung von Offenthal jetzt zu realisieren, forderte Jakobi. Deren Bau wird sich wegen verzögerter Zuschüsse von Bund und Land um ein Jahr verschieben. Für die unverzügliche Fertigstellung der Offenthaler Umfahrung wolle sich die SPD nach der Wahl einsetzen, versprach der Fraktionsvorsitzende. (sia)

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