Weihnachten im neuen Heim

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Neu-Isenburg Bald Spatenstich in Buchenbusch / Die Nachfrage nach Häusern ist groß

Wo heute die Trümmerhaufen mit Resten alter Bauteile der Buchenbuschschule wachsen, können bald 27 Familien in den eigenen vier Wänden wohnen: Im Februar wird hier im Eschenweg auf dem Areal der gerade abgerissenen Hausmeisterwohnung mit dem ersten Bauabschnitt des Projekts „Leben im Buchenbusch“ begonnen.

Die ersten sechs Doppelhaushälften sollen bereits bis Weihnachten bezugsfertig sein. Insgesamt sind auf dem rund 8400 Quadratmeter großen Areal entlang der Neuhöfer Straße, dem Pappel- und dem Eschenweg 16 Doppelhaushälften und elf Reihenhäuser geplant. Das gesamte Projekt soll nach derzeitigem Stand der Planung bis Mitte 2013 abgeschlossen sein.

Die Nachfrage ist groß: Im Oktober wurde mit der Vermarktung der Häuser begonnen, noch vor Baubeginn seien bis jetzt schon 30 Prozent der Objekte verkauft, sagen Sven-Erik Neitzel von 1stClass-Immobilien und Cornelis Ruijter von Baugrund Partner, die für den Vertrieb zuständig sind. „Die Käufer sind fast ausschließlich Isenburger, die schon lange in diesem Gebiet ein Haus kaufen wollten, bisher aber nicht fündig geworden sind“, sagt Neitzel.

Der Stadtteil Buchenbusch ist auch deshalb begehrt, weil er vergleichsweise gering mit Fluglärm belastet ist. Die Flugzeuge seien dort nur bei Ostwetterlage zu hören, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. Auch ist der Buchenbusch von Wald umgeben und besteht vor allem aus kleinflächiger Bebauung. Deshalb stieß „Leben im Buchenbusch“ auch bei den Projektentwicklern auf große Resonanz: Es habe einen regelrechten Run auf das Grundstück gegeben, sagt Ruijter. Zehn Bewerber gab es für die Projektentwicklung, die der Kreis ausgeschrieben hatte. Den Zuschlag bekam die VT-Ingenieurbau GmbH. Sie kaufte das Gelände mit den alten Schulgebäuden vom Kreis für rund vier Millionen Euro. Insgesamt investiert der Bauherr 12,5 Millionen Euro in das Projekt.

Neu-Isenburg ist als Stadtplaner an dem Projekt beteiligt. „Auch bei der Stadt gibt es viele Anfragen nach Häusern im Buchenbusch“, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt, der betont, der Stadt sei auch wichtig gewesen, dass sich die 27 Häuser dort gut in die Wohnbebauung mit den eineinhalbgeschossigen Siedlungshäusern einfügten. Weil dies der Fall sei, sei das Projekt ohne Änderung des Bebauungsplanes möglich, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel.

Es seien bisher ausschließlich Familien mit Kindern, die die zwischen 143 und 163 Quadratmeter großen Häuser gekauft hätten, erzählen Neitzel und Ruijter. „Der Preis reguliert sich vor allem über die Größe der Grundstücke“, sagt Neitzel. Die sind zwischen 280 bis 450 Quadratmeter groß, die Objekte kosten zwischen knapp 400000 und rund 570000 Euro.

Die Häuser werden in moderner, schlichter Architektur gehalten, haben einen Massivkeller und zwei Vollgeschosse. Auf den Grundstücken wird teilweise der alte Baumbestand erhalten.

Die Schule wurde in den 1970er Jahren als Gesamtschule errichtet. Sie ist heute eine Dependance der Albert-Schweitzer-Grundschule. Auch das Abendgymnasium war hier untergebracht. Wegen dessen Verlegung in das Haus des Lebenslangen Lernens nach Dreieich werden Teile des Schulgrundstücks nicht mehr benötigt.

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