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Laufen in der Plastikblase ist gar nicht so einfach. Der sechs Jahre alte Merlin hat’s ausprobiert.

Dreieich

Waterbubbles und gelbes Wasser

Mehr als 400 Gäste kommen zum „Aqua Fun Day“ ins Sprendlinger Hallenbad

Von Anne Jäger

Rund 30 aufblasbare Bälle schwimmen auf der Oberfläche des Nichtschwimmerbeckens. Kinder werfen sie sich gegenseitig zu oder planschen mit ihnen durch das Wasser. Ein Kind springt immer wieder durch die Schwallwasserbrause, andere paddeln mit kleinen Surfbrettern um die Wette. Am Beckenrand spielen drei Jungs mit Schwimmnudeln Star Wars nach.

Für Samstagnachmittag hat das Hallenbad in Sprendlingen zum „Aqua Fun Day“ geladen – mit vollem Erfolg: Laut Angaben von Betriebsleiterin Dalila Kahl sind es bis 17 Uhr schon mehr als über 400 Gäste, die lieber ins Schwimmbad gehen, als das sonnige Wetter draußen zu genießen.

„Wir wollten den Gästen mal zeigen, was es hier alles gibt“, sagt Kahl. „Sie können heute alles durchtesten.“ Dazu zählen Kurse im Aqua Jogging, Aqua Gymnastik und Aqua Cycling. Auch die 31-jährige Melanie nutzt dieses Angebot: Während eine Trainerin am Beckenrand die Teilnehmer anspornt, tritt sie mit fünf weiteren Frauen in die Pedale eines Wasserfahrrades. Nach einer halben Stunde steigt Melanie mit hochrotem Kopf aus dem Wasser. „Das war anstrengend“, keucht sie. Kein Wunder, schließlich hat das Wasser eine Temperatur von 30 Grad – das ist wärmer als aktuell das Strandwasser vor den Malediven. „Aber es macht Spaß“, berichtet sie, „ich bin am überlegen, ob ich einen Kurs belege.“

Im Nichtschwimmerbecken schütten zwei der sieben Mitarbeiter, die am Samstag im Einsatz sind, Farbe ins Wasser. Auf Kommando strampeln alle Kinder am Beckenrand mit den Beinen. Es spritzt und platscht und das Wasser färbt sich innerhalb weniger Sekunden gelb. Auch Melanies fünfjähriger Sohn Noel unterstützt das Kommando. Am meisten Spaß habe ihm jedoch die gewundene Wasserrutsche gemacht, in der Jugendliche auf Reifen hinabsausen. „Jetzt haben wir das Wasser gefärbt“, berichtet Noel mit großen Augen. Wie sie das gemacht haben? „Mit Wasserfarbe!“ – Logisch.

Während auf der einen Seite des Schwimmbeckens Erwachsene ihre Bahnen ziehen, hat sich am Rand der anderen Seite eine lange Schlange gebildet. Hier stehen Kinder und Jugendliche an, um ein paar Minuten in der „Waterbubble“ zu verbringen, einer begehbaren, aufblasbaren Plastikblase. Der 15-jährige Jannik aus Rodgau hat rund eineinhalb Stunden gewartet. Er schlüpft in den transparenten Ball, Hallenbad-Mitarbeiter blasen ihn mit einem Schlauch auf und verschließen ihn.

Und ab geht’s ins wackelige Vergnügen auf dem Wasser. Die Kunst bei dieser Spielerei ist es, sich aufrecht zu halten – was nicht einfach ist: Jannik läuft, rennt, rudert mit den Armen, überschlägt sich und landet schließlich auf dem Hintern. Das Ganze erinnert etwas an ein Hamsterrad. Nach vier Minuten rufen ihn die Mitarbeiter zurück und Jannik schlüpft aus der Blase.

Ob sich das lange Warten rentiert hat? „Ja“, sagt er prustend. Dann erklärt der Fachmann: „Das Schwierige ist, wenn der Ball einmal rollt, muss man immer schneller laufen.“

Öffnungszeiten und Angebote des Hallenbads im Internet unter www.schwimmbaeder-dreieich.de

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