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Der 25 Hektar große Langener Kletterwald ist eröffnet. Die luftige Herausforderung für Leute ohne Höhenangst - oder solche, die sie gut gesichert loswerden wollen -, bietet Gelegenheit zum Springen, Rutschen, Hangeln, Klettern, Schwingen, Balancieren - je nach Geschick und Mut.

Langen

Wagnis in den Wipfeln

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Nur wer das Sicherheitssystem beherrscht, darf zwischen den Buchenstämmen Koordination, Balance und Kondition trainieren. Am Wochenende hat der Langener Kletterwald eröffnet.

Mit dem Snowboard im Wald in rund sieben Metern Höhe von Baum zu Baum surfen - in Langen ist das seit Samstag möglich. Der 25 Hektar große Kletterwald am Ende der Mörfelder Landstraße wurde eröffnet. Die luftige Herausforderung für Leute ohne Höhenangst - oder solche, die sie gut gesichert loswerden wollen -, bietet Gelegenheit zum Springen, Rutschen, Hangeln, Klettern, Schwingen, Balancieren - je nach Geschick und Mut.

Zwar regnete es am Eröffnungstag hin und wieder auf die ersten mit Bergsteigermontur ausgerüsteten Kletterer. Über mangelndes Interesse konnten die beiden Geschäftsführer Christoph Heinz und Stefan Dolzer von der H & D Kletterwald GmbH, die auch andere Freizeitanlagen betreiben, dennoch nicht klagen. Ob Spaziergänger, die nur mal gucken wollten, oder zahlende Gäste - der Wald am Ortseingang von Langen war am Wochenende gut belebt.

Vor den Aufstieg in die Kronen haben die Organisatoren eine viertelstündige Einweisung gesetzt. Nur wer das Sicherheitssystem zum Ein- und Ausklinken an den Stationen beherrscht, darf zwischen den Buchenstämmen Koordination, Balance und Kondition trainieren. Zur ersten Gruppe auf dem Probeparcours zählte der sechsjährige Nico. Er war noch nie zuvor in einem Kletterpark, erzählt er, hangelt aber schon sehr souverän über schaukelnde Balken und schwankende Leitern. "Es war anstrengend", sagt er, "aber die Seilrutsche hat total Spaß gemacht."

Hoffen auf Schülergruppen

Eltern, Lehrer oder andere Begleitpersonen können sich nach Aussage von Christoph Heinz im Langener Kletterwald auf ein neues Sicherheitssystem mit zwei korrespondierenden Karabinerhaken verlassen. Es könne nicht mehr passieren, dass jemand ungesichert auf einer Plattform stehe - ein gutes Argument für Schulklassen, auf deren Besuche die Betreiber hoffen.

Die Sicherheit der im Wald frei zugänglichen Anlage interessierte auch Bürgermeister Frieder Gebhardt, schließlich hat die Kommune den Wald verpachtet. Er gehörte zu den ersten Besuchern, blieb aber bodenständig. Er wollte von Betreiber Heinz wissen, wie er unbeaufsichtigtes Turnen in der Anlage verhindern wolle. "Nachts werden die sechs Aufstiegsleitern hochgezogen und gesichert," erklärte der dem Stadtoberhaupt.

Bisher gibt es zehn Parcours in drei Schwierigkeitsgraden. "In der nächsten Zeit kommt noch eine Teambuildinganlage hinzu", erklärt Parkleiter Roland Pletsch. Hier sollen dann Firmenteams, Schulklassen, Familien, aber auch Behindertengruppen unter Anleitung gemeinsam klettern können.

Die Verträglichkeit der Anlage mit dem Umweltschutz hat die Untere Naturschutzbehörde genau geprüft und dann ihr Einverständnis gegeben. Nur eine Nachbesserung hat sie von den Verantwortlichen verlangt: Die hellbraune Holzhütte, in der Ausrüstung, Kasse und ein kleiner Kiosk untergebracht sind, müsse noch umgestrichen werden, sagt Christoph Heinz -"in der Farbe moosgrün".

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