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Erinnerung an den Wassermangel im vergangenen Sommer.

Dietzenbach

Vertrockeneter Baum als Mahnmal

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Am Ortseingang erinnert eine blattlose und gelb angemalte Vogelkirsche an den trockenen Sommer. Der Baum soll Fußgänger und Autofahrer zum Nachdenken anregen.

Die seit Monaten anhaltende Trockenheit hat auch in Dietzenbach Bäume sterben lassen. Grund genug für Lutz Berger, auf dem kleinen Hügel an der SG-Kreuzung am Ortseingang ein Mahnmal zu schaffen. Der Gärtner ist Teamleiter der Abteilung Friedhof und ist der kreative Kopf hinter der jährlich wechselnden Gestaltung des Beetes.

Für die Wintersaison hat er nun mit einem abgestorbenen Baum im Mittelpunkt der Anpflanzung ein Zeichen gesetzt, das Fußgänger und Autofahrer zum Nachdenken anregen soll: Der Baum ist nämlich einer der Bäume, die den trockenen Sommer nicht überlebt haben, betont Berger. Die Vogelkirsche stamme aus dem Erweiterungsgelände des Friedhofs und sei ein besonders schön gewachsenes Exemplar. Für die Installation hat ihn Ali Hamdamyar mit gelber Signalfarbe angemalt.

„Auf einem Gelände von insgesamt 90 000 Quadratmetern können wir unmöglich ständig wässern“, sagt Berger. Gelte es doch, auch mit der Ressource Wasser sorgfältig umzugehen. Schon länger bereite man sich in Fachkreisen darauf vor, dass Wasser zu einem Mangelprodukt werde. „Aber nicht nur wir Gärtner, alle müssen verantwortlicher mit diesem besonderen Gut umgehen“, mahnt Berger.

Rund um den Baum hat Lutz Berger gemeinsam mit seinem Team eine Bepflanzung mit roter und gelber Besenheide angelegt. 

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