Stadt und Kreis Offenbach

Unternehmen würden gern erweitern

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Unternehmen zeigen sich nach IHK-Umfrage zufrieden mit der Entwicklung der Region.

Mit der Region Offenbach als Wirtschaftsstandort sind Unternehmen aus Stadt und Kreis zufrieden. Das hat die jüngste Befragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) ergeben. Alle zwei Jahre befragt die IHK die Unternehmen. Von den rund 13 000 Mitgliedsunternehmen haben knapp 1000 geantwortet.

„In der Stadt Offenbach ist die größte Dynamik auszumachen. 82 Prozent der Unternehmen sagen, dass sich die Standortbedingungen verbessert haben“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. Generell sei die „Grundzufriedenheit“ in Stadt und Kreis hoch.

Doch zeigen sich Unterschiede zwischen Großstadt und Kreiskommunen sowie zwischen Ost- und Westkreis. Während etwa in Offenbach, Neu-Isenburg oder Heusenstamm die Breitbandversorgung gelobt wird, sind Unternehmen in Hainburg oder Seligenstadt damit weniger zufrieden. Allerdings haben sich in allen Kommunen die Zufriedenheitswerte zur Internetversorgung seit 2016 deutlich gesteigert. „Als IHK setzen wir uns für einen Ausbau des Glasfasernetzes ein“, sagt Weinbrenner. Die ansonsten im Kreis bevorzugte Vectoring-Technik zur Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit ist laut Weinbrenner „eher endlich“.

Angesichts des anhaltenden Baubooms in der Region mahnt Weinbrenner, nicht alle Flächen für Wohnbauprojekte zu nutzen. „Die Unternehmen in Stadt und Kreis benötigen Flächen für Erweiterungen, wenn wir sie halten wollen“, sagt er. Knapp ein Viertel der befragten Unternehmen plane laut Umfrage in den kommenden drei Jahren eine Erweiterung. Gewerblich nutzbare Flächen würden daher benötigt.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Unternehmen gern in der Region Offenbach bleiben möchten. „Die Politik in den Kommunen darf daher nicht nur auf Wohnraum schauen, sondern muss strategisch planen, um die Unternehmen zu halten oder neue anzusiedeln“, sagt Weinbrenner. Während in Offenbach noch genügend Erweiterungsflächen zur Verfügung ständen, seien etwa Neu-Isenburg oder Obertshausen an ihre Grenzen gestoßen. „Deshalb muss auch stärker in Richtung interkommunale Zusammenarbeit gedacht werden“, sagt er.

Die Verkehrsinfrastruktur in der Region wird dabei als großer Vorteil gesehen, die Nähe zum Flughafen, die Autobahnanbindung werden gut bewertet. Was öffentliche Verkehrsmittel anbelangt, aber auch den Zustand der Straßen, so wird von den Unternehmen mehr Engagement von der Politik gefordert. Besonders im Osten, also in Seligenstadt oder Mainhausen, wird der ÖPNV als verbesserungswürdig betrachtet“, sagt Judith Müller, die die Umfrage betreut hat. Dafür allerdings schneiden besonders die östlichen Kommunen in Sachen Lebensqualität gut ab.

Ein Problem bleibt dagegen die Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte: Laut Umfrage sind die Unternehmen in diesem Punkt unzufriedener als noch in den vergangenen Jahren.

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