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Das Dietzenbacher JUZ weicht einem Bildungshaus.

Dietzenbach

Übergangslösung für das Jugendzentrum

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Bis Mitte Oktober soll das Dietzenbacher JUZ abgerissen sein - an dieser Stelle soll das neue Bildungshaus entstehen. Die Stadt ist derweil immer noch auf der Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit für das Jugendhaus.

Die Stadt soll das seit Jahren leer stehende frühere Verwaltungsgebäude der Ernst-Reuter-Schule übergangsweise als Jugendzentrum nutzen. Das hat der Fachbereich Soziale Dienste vorgeschlagen.

Das bisherige Gebäude des Jugendzentrums an der Rodgaustraße soll bis Mitte Oktober abgerissen werden, damit dort mit dem Bau eines Bildungshauses begonnen werden kann. Dieses könnte im Spätsommer kommenden Jahres bezogen werden. Nach dem Umzug des Jugendzentrums ins Bildungshaus könnte dann die Kita IX, während der geplanten Sanierung ihrer Räume, mit ihren 125 Kindern bis Ende 2011 in das Schulgebäude ziehen. Diese müssten sonst auf fünf verschiedenen Liegenschaften aufgeteilt werden. Die 230 Quadratmeter großen Räume seien zudem „hervorragend für den Betrieb des Jugendzentrums geeignet“, heißt es in der Vorlage von Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos).

Der Kreis habe sich bereit erklärt, der Stadt die Räume kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Stadt muss diese allerdings selbst herrichten und sie wieder ans Stromnetz anschließen lassen. Die Energieversorgung des Trakts war gekappt worden. Die städtischen Betriebe sollen die Arbeiten für 25000 Euro erledigen.

Andere eingeholte Angebote seien teurer, heißt es. So verlange ein Unternehmen aus Hanau gut 28?000 Euro für zusammen 170 Quadratmeter große Container. Auch das Mieten einer Büroetage an der Babenhäuser Straße für das Jugendzentrum würde deutlich höhere Kosten verursachen. Zudem habe dort die Hausverwaltung Bedenken geäußert, weil im selben Haus zwei Praxen sind.

Das Bildungszentrum soll Platz für das Jugendzentrum, aber auch die Musikschule, Volkshochschule und Vereine bieten. Die Stadt rechnet mit Kosten von 2,5 Millionen Euro, 1,5 Millionen Euro davon werden aus dem Programm Soziale Stadt gezahlt.

Der Kreis plant nach Angaben von Sprecherin Kordula Egenolf, das frühere Schulgebäude abzureißen und das Grundstück zwecks Wohnbebauung zu vermarkten. Solange das Umlegungsverfahren andauere, könne der Kreis das Gebäude der Stadt zur Verfügung stellen.

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