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Beim Rollator-Sport geht es darum, aktiv zu bleiben und Sicherheit zu gewinnen.

Rödermark

Turnen mit Rollator

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Eine der ersten Sportgruppen für Menschen mit Gehhilfe im Kreis existiert seit 2014. Jede Woche kommen die Teilnehmer zusammen.

Sport und Rollator, das sind Worte, die eigentlich nicht zusammenpassen. Eigentlich! Denn Hans-Dieter Scharfenberg beweist mit seiner Rollator-Sportgruppe unter dem Dach der Wanderfreunde Rödermark seit dem Jahr 2014 das Gegenteil. „Die Rödermärker Rollator-Sportgruppe ist in der Region eine der ersten“, sagt Scharfenberg stolz.

Unter der Leitung von Turn- und Fitness-Trainerin Tanja Rypka wird der Rollator in den Sportstunden mit gymnastischen Übungen einbezogen – zum Beispiel leichte Dehn- oder Koordinationsübungen. „Vor allem bei Krankheiten wie Demenz oder Parkinson, aber auch generell im Alter, sind solche Übungen Gold wert“, so Scharfenberger. Zum ganzheitlichen Training gehört aber auch Gedächtnissport, also Übungen, die das Kurzzeitgedächtnis verbessern.

Zum einen soll die wöchentliche Bewegungseinheit den Körper mobilisieren. „Zum anderen üben wir, wie man den Rollator richtig einsetzt, also zum Beispiel, wie man sicher eine Rampe hinunterkommt, wie man die Schwelle am Gehweg überwindet und wie man Standsicherheit gewinnt“, erklärt Scharfenberg und kommt ins Schwärmen, wie das 1978 in Schweden erfundene Gerät heutzutage das Leben erleichtern kann.

Aber auch ein drittes Ziel ist nicht zu vernachlässigen: Die Gruppe ist zu einer festen Gemeinschaft geworden. Hier geht es längst nicht mehr nur um Sport, sondern um das Leben im Großen und Ganzen.

Die Übungsstunden finden jeden Dienstag im Rothahasaal im Bücherturm in Ober-Roden von 10 bis 11.15 Uhr statt. Weitere Infos gibt es beim Vorsitzenden Hans-Dieter Scharfenberg, Telefon 0151 / 58 56 42 91, oder an scharfenberg-h@t-online.de.

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