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Übung macht den (Hessen-)Meister.
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Übung macht den (Hessen-)Meister.

Dietzenbach

Tell-Damen sind Hessenmeister

  • Martin Brust
    VonMartin Brust
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Überraschender Erfolg für die Bogenschützinnen: Die Frauen der Schützengemeinschaft Tell aus Dietzenbach werden Hessenmeister.

Die Damen-Mannschaft im Bogenschießen der Schützengemeinschaft Tell aus Dietzenbach ist am Wochenende in der heimischen Philipp-Fenn-Halle Hessenmeister geworden. Auch in der Juniorenklasse männlich waren die Dietzenbacher stark mit einem dritten Platz. Bei den Senioren gewann ein Schütze aus Dreieichenhain. Aus ganz Hessen waren Bogenschützen an diesem Wochen nach Dietzenbach gereist zu den hessischen Meisterschaften.

Der Vorsitzende des Vereins, Oliver Weck, nannte den Sieg „überraschend“, denn eigentlich sind vor allem die Kinder und Jugendlichen im Verein stark. Mit 55 Mitgliedern sind die Nachwuchsteams gut besetzt, auch wenn durchaus noch Kapazitäten frei sind. „In den letzten drei, vier Jahren waren wir jedes Mal mit fünf oder sechs Teilnehmern aus dem Nachwuchsbereich bei den deutschen Meisterschaften vertreten“, freut sich Weck.

Dort war auch Anette Löhr bereits, eine der drei Frauen der siegreichen Damenmannschaft. Ihr Sohn Philipp schaffte den dritten Platz bei den Junioren, er ist Mitglied des Hessenkaders und belegte bei den Deutschen Meisterschaften 2012 den zweiten Platz im Freiluftwettbewerb sowie 2012 den sechsten in der Halle. Der Kreis Offenbach sei im Bogenschießen relativ stark, berichtet Weck, „da kommen schon mal 200 Teilnehmer zu einer Kreismeisterschaft.“ Der Sport sei insgesamt im Aufwind, ganz im Gegensatz zu den Kugeldisziplinen. Diese litten unter den zunehmenden Vorbehalten der Eltern gegen das Schießen.

Anette Löhr ist eine Späteinsteigerin, sie hat erst mit über 40 Jahren zum Bogensport gefunden. Und ist schon gut sechs Jahre nach Beginn sehr erfolgreich. „Mich fasziniert die innere Ruhe, die Sammlung, die Konzentration, die Voraussetzung für den Erfolg ist“, sagt Löhr. Sie komme beim Training „runter vom Alltag“, außerdem sei der Zusammenhalt unter den Schützen toll und sie sei viel draußen. Denn, das merkt man schnell im Gespräch mit Weck oder Löhr, die eigentliche Herausforderung beim Bogenschießen ist eben draußen, wo über 70 Meter Entfernung geschossen wird. Das ist auch die olympische Disziplin, die Hallenwettbewerbe über 18 Meter sind nur der Ersatz im Winter.

Für ihre späte und dennoch steile Erfolgskurve trainiert Anette Löhr viel. Nicht nur mit Pfeil und Bogen, sondern auch auf dem Rad, beim Laufen und im Fitnessstudio. „Ausgleich für die einseitige Belastung eines Armes und der Rückenmuskeln ist auch sinnvoll“, sagt sie. Und Weck ergänzt: „Der Sport erfordert zunächst keinen großen Aufwand, Anfänger brauchen Turnschuhe und können den Rest leihen.“

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