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Tausende tote Fische

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Von: Silvia Bielert

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Tausende Stichlinge treiben leblos im Hengstbach. Warum die Fische starben, ist unklar. Das Ergebnis einer Wasserprobe wird in der nächsten Woche erwartet.

Klaus Theel ist sauer. Seit Donnerstag schwimmen die Stichlinge, Barsche und Rotlinge mit dem Bauch nach oben im Hengstbach, berichtet er – zumindest zwischen August-Bebel- und Joinviller Straße in Sprendlingen. Dort fährt Theel seit 15 Jahren an jedem Morgen vorbei. Er vermutet, dort habe jemand giftige Substanzen ins Wasser geleitet. Dabei sei der Hengstbach schon in der Vergangenheit immer wieder zur Kloake mutiert, weil bei Starkregen Abwässer aus der Kläranlage in den Bach liefen. „Mein sechsjähriger Sohn spielt oft am Hengstbach“, berichtet der Sattler, der auch beim BUND-Ortsverband Dreieich Mitglied ist, besorgt.

Auch Heidi Soboll, Fraktionschefin der Grünen Dreieich, und ebenfalls Mitglied beim BUND, überzeugte sich von den toten Stichlingen im Hengstbach. Tausende seien es gewesen. Am Fuß des kleinen Wehrs an der Brücke der Wienandstraße habe sie etwas Schaum gesehen und an dieser Stelle auch eine Wasserprobe genommen. „Ein Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes hat die Probe gestern Morgen in ein Labor gebracht“, erzählt sie. Das Ergebnis werde in der nächsten Woche erwartet.

Die Stadt Dreieich hat auf die Anfrage der FR bis Redaktionsschluss nicht reagiert.

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