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Die Bauarbeiten für den Radschnellweg Darmstadt-Frankfurt sollen Mitte Oktober beginnen. (Symbolbild)

Radschnellweg in Hessen

Bau des Radschnellwegs Frankfurt-Darmstadt beginnt

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Zwischen Frankfurt und Darmstadt soll ein Radschnellweg entstehen. Mitte Oktober sollen die Bauarbeiten für den ersten Streckenabschnitt zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach beginnen.

Neuland betrete man mit dem geplanten Radschnellweg zwischen Darmstadt und Frankfurt, sagt Manfred Ockel, Geschäftsführer von Regionalpark Rhein-Main-Südwest. Das Ziel: Innerhalb der kommenden fünf Jahre eine attraktive Verbindung insbesondere für Pendler schaffen, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu bewegen.

Mitte Oktober beginnen die Bauarbeiten für den ersten, knapp drei Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach. Das sagte Ockel bei einer Bürgerinformation am Donnerstag in der Langener Stadthalle. Bis Mai soll der Abschnitt fertig sein, danach beginnen die Planungen für die weiteren Bauabschnitte durch die insgesamt sieben Kommunen. Einmal fertig gestellt, soll die Radverbindung vom Frankfurter Holbeinsteg bis zum Darmstädter Hauptbahnhof führen. Zwar folgt die Strecke meist dem Verlauf der Bahntrasse, doch gibt es etwa bei Dreieich eine Umfahrung, und auch in anderen Kommunen sind kleinere Umfahrungen statt eines geradlinigen Verlaufs geplant.

Eine Kostenschätzung für das Gesamtprojekt wollte Ockel nicht abgeben. Der erste, relativ einfache Bauabschnitt beläuft sich aber nach bisherigen Schätzungen auf rund 3,5 Millionen Euro. Das Land beteilige sich mit rund 70 Prozent an den Kosten, zudem mit rund 50 Prozent an der Machbarkeitsstudie, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Einfach machen“, nicht erst auf passende gesetzliche Richtlinien durch Land und Bund warten, gab er den Besuchern mit auf den Weg.

Um noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können, habe man statt auf ein langwieriges Planfeststellungsverfahren auf eine abschnittsweise Umsetzung und die Mitwirkung der Kommunen gesetzt, sagt Ockel. Oft werden bestehende Feldwege genutzt, auch die Wege durch den Wald sollen asphaltiert werden.

Im Detail, das zeigte sich bei der Vorstellung, hakt es aber: So kann der Radweg nicht durchgängig vier Meter breit sein, etwa am Bahnhof Wixhausen oder im Süden Langens. Am Bahnübergang Erzhausen setzte die Bahn AG etwa durch, dass die Radfahrer anhalten müssen. In Egelsbach wird für die Radfahrer zur Querung der Kreisstraße in Höhe der Schillerstraße zwar eigens ein Kreisel eingerichtet, weiter nördlich wird die Radschnellstraße innerorts aber getrennt und zu beiden Seiten der Autostraße geführt.

„Auf eine gute Beschilderung achten“, rieten Vertreter der örtlichen Fahrradclubs den Planern am Donnerstag. Auch die Instandhaltung der Radwege wurde angemahnt.

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