Fährverbindung

Streit wegen Mühlheimer Fähre

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Nach Meinung der Fraktion Bürger für Mühlheim ist wegen der Fähre erneut eine Chance vertan worden.

Maintal wartet auf Zahlen vom Kreis Offenbach, der Kreis Offenbach auf verbindliche Zusagen der Städte Maintal und Mühlheim. Ein potentieller Pächter wartet auf einen Vertrag mit dem Kreis Offenbach und die Bürger darauf, endlich wieder mit der Fähre über den Main zu kommen. Das ist die derzeitige Gemengelage in Sachen Fährverbindung zwischen Dörnigheim und Mühlheim.

Und nach Meinung der Fraktion Bürger für Mühlheim ist erneut eine Chance vertan worden, in dieser Sache weiter zu kommen. Die nämlich zeigt sich enttäuscht darüber, dass ein Antrag der Fraktion der Grünen zur Fähre in der jüngsten Stadtverordnetensitzung in Mühlheim von der Großen Koalition abgelehnt wurde. Beide Fraktionen gehören dort der Opposition an. Die Grünen wollten den Magistrat beauftragen, „einen Plan zur Inbetriebnahme des Fährbetriebs zwischen Mühlheim und Maintal vorzulegen und ein verbindliches Inbetriebnahmedatum zu benennen“.

„Seit zwei Jahren lehnt die Große Koalition alles ab, was mit der Fähre zu tun hat“, sagt Petra Schneider, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Fraktionsgeschäftsführerin der Bürger für Mühlheim, auf FR-Anfrage. Das Stadtparlament hätte mit der Vorgabe an den Magistrat ein deutliches Zeichen setzen können, gerichtet auch an die Stadtverordneten in Maintal, die sich bislang ebenfalls nicht zu einer Zahlungszusage entschlossen haben, sagt Schneider. Sie spricht von „Blockadepolitik, hüben wie drüben“. Lediglich der Main-Kinzig-Kreis hatte zwischenzeitlich zugesagt, der Stadt Maintal den Betriebskostenanteil an der Fähre mit bis zu 50 000 Euro zu bezuschussen.

Und hier an dieser Summe, sagt der Fraktionsvorsitzende der Bürger für Mühlheim, Jürgen Ries, sei auch „sehr deutlich“ zu sehen, „zu welchen Konditionen die ehemalige Pächterfamilie“ gearbeitet habe. Die habe nämlich keinen Betriebskostenzuschuss erhalten. Ries’ Stellvertreterin Petra Schneider mutmaßt, dass hier der Grund liegt, warum die alten Pächter keine Investitionen in die Fähre getätigt haben: „Sie standen vielleicht finanziell mit dem Rücken zur Wand.“

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