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Stolze Rockmusiker

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Die Band Inuman
Die Band Inuman © Sascha Rheker

Die Band "Inhuman" gibt mit ihrem ersten Album samt Video den Startschuss für mehr. Ihre Musikrichtung beschreiben die vier Jungs aus Dreieich als "Modern Rock".

Von Anne Jäger

Ein Junge rollt Spielzeug-Autos umher. Er spielt mit einer Pistole. Eine Patronenhülse fällt zu Boden. Statt plakativer Bilder bedient sich das Video zu „Another Gun“ der Dreieicher Band Inhuman eher subtiler Andeutungen, um die „Botschaft“ rüberzubringen – mit dem Song will die Band mögliche Konsequenzen des privaten Waffenbesitzes aufzeigen.

Das Video drehte Inhuman an zwei Tagen, in Zusammenarbeit mit zwei Darmstädter Studenten. Musiker und Filmemacher entwickelten ihre Ideen gemeinsam. Und das mit Erfolg: In weniger als einem Monat sahen sich über 10?000 Fans und neugierige Gäste das Video auf der Homepage der Band sowie dem Video-Portal Youtube an.

Inhuman – das sind Sebastian Wodtcke, Christoph Pohl, Jonas Fisch und Timo Kraus. Ihre Musikrichtung beschreiben die vier Jungs aus Dreieich als „Modern Rock“. Ihre Songs klängen zwar nicht nach AC/DC, sagt Jonas – „trotzdem bezeichnen wir uns mit stolzgeschwellter Brust als Rockmusiker“. Die Klänge der 24- und 25-jährigen Studenten vereinen Stilrichtungen wie Indie, Metal oder Punk´n´Roll. Die Bandmitglieder machten schon zu Schulzeiten zusammen Musik, 2006 kam Christoph Pohl hinzu. Seitdem probt das Quartett zweimal pro Woche im Jugendzentrum in der Nördlichen Ringstraße in Langen.

Das Video drehte die Gruppe pünktlich zum Erscheinen ihres ersten Albums, das den Titel „This is Not a Warning“ trägt. Auf einer Musikmesse sprach die Band das Label „Monogenuss“ an und überzeugte sofort. „Wir lassen uns kreativ nicht einschränken und das Label lässt uns komplett freie Hand“, sagt Sebastian. Nicht nur hinter dem Video stecken die Ideen der Bandmitglieder. Auch das Cover des Albums sowie das Booklet haben sie selbst gestaltet.

In jedem Lied sind Gitarrenriffs sowie der Bass in ihrer ursprünglichen Form zu hören – denn den Musikern ist es wichtig, nicht „kastriert“ zu werden. So nennen sie das Einpegeln der einzelnen Instrumente, um das Lied radiotauglich zu machen.

„Rock ist dazu da, dass man ihn live spielt. Und das haben wir versucht, auf die CD zu übertragen“, sagt Christoph. So will die Gruppe unter anderem verhindern, dass Fans auf Konzerten erschrecken, weil die Lieder nicht so klingen wie auf der CD. Bei anderen Bands sei dies häufig der Fall.

„Zurzeit sind wir in einer sehr kreativen Phase“, erzählt Timo. „Wir schreiben neue Songs und bewerben uns für Festivals.“ Album und Video waren nur der Startschuss dafür. Im kommenden Jahr machen die Jungs von Inhuman dann nämlich richtig Ernst: Sie wollen ihr Territorium erweitern und durch Deutschland touren. „Wir bekommen jetzt schon Mails aus anderen Ländern wie Italien oder Australien“, berichtet Christoph. „Wenn den Leuten das gefällt, was du lange erarbeitet hast, ist es das Schönste überhaupt“, ergänzt sein Kollege Timo.

Das Album „This is Not a Warning“ von Inhuman ist beim Label „Monogenuss“ erschienen. Das Video gibt es unter www.in-human.de zu sehen.

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