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Frank Lortz hat bei der Landtagswahl schon neun Mal seinen Wahlkreis gewonnen.
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Frank Lortz hat bei der Landtagswahl schon neun Mal seinen Wahlkreis gewonnen.

CDU Hessen

CDU steckt in der Krise

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Christdemokraten stellen nur noch zwei Bürgermeister im Landkreis. Parteilose Kandidaten hätten schon von vorneherein bessere Chancen, sagt CDU-Kreisvorsitzender Frank Lortz. Er bezieht das schlechte Abschneiden der CDU unter anderem auf innerparteiliche Querelen.

Noch vor wenigen Jahren hatte die CDU den Kreis Offenbach fest im Griff. Der seit den späten 1970ern erfolgsverwöhnte Kreisverband stellte neun der 13 Bürgermeister. Ihre Spitze um den damaligen Landrat Peter Walter sprühte nur so vor Selbstvertrauen. Doch das hat sich gründlich geändert.

Zwar hat die Partei auch bei der jüngsten Bundestags- und Landtagswahl glänzend abgeschnitten, wieder einmal alle Direktmandate erobert. Doch sobald Roger Winter (Grüne), der sich am Sonntag in der schwarzen Hochburg Obertshausen als unabhängiger Kandidat knapp gegen den langjährigen Ersten Stadtrat Hubert Gerhards durchsetzte, sein Amt antritt, wird es im gesamten Kreis nur noch zwei Bürgermeister mit CDU-Parteibuch geben. Nur Peter Jakoby aus Heusenstamm und Bernhard Bessel aus Hainburg halten dann noch die Fahne hoch.

Die SPD dagegen stellt die Bürgermeister in Rodgau, Dreieich, Langen, Mühlheim, Egelsbach und Mainhausen. Der Grüne Roland Kern regiert in Rödermark. Die Bürgermeister von Neu-Isenburg, Dietzenbach und Seligenstadt sind parteilos.

Frank Lortz redet nicht drumherum. Die Niederlage in Obertshausen nennt er sehr bitter, ja sogar ein ganz schlimmes Ergebnis. „Die Entwicklung bei der Zahl der Bürgermeister macht mir große Sorgen“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende, seit 1982 Mitglied des hessischen Landtags, im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Mit dieser werde sich die Partei sehr intensiv befassen müssen.

Keinen Hehl macht Lortz daraus, dass er es für sehr schlecht hält, dass die CDU weder bei den Wahlen in Langen, Dreieich noch Egelsbach eigene Kandidaten aufgestellt hat. „Die CDU muss als Volkspartei bei allen Wahlen antreten“, fordert der Froschhäuser, der sich beim Kreisparteitag am Samstag in Mühlheim für weitere drei Jahren zum Vorsitzenden wählen lassen will.

Wahlkampfformen überdenken

Dass seine Partei bei den jüngsten Bürgermeisterwahlen im eher bürgerlichen Kreis so schlecht abschnitt, erklärt Lortz auch mit innerparteilichen Querelen. In Rodgau etwa wollte die CDU nichts mehr mit ihrem eigenen Bürgermeister Alois Schwab zu tun haben, in Dietzenbach trat Jürgen Rogg nach einer verlorenen Kampfabstimmung auf eigene Faust an.

Bei Direktwahlen gebe es zudem selbst in Hochburgen wie Obertshausen keine Selbstläufer mehr, sagt Lortz. Denn wer als unabhängiger Kandidat antrete, habe bei diesen bereits einen Vorteil. Der Eventcharakter spiele eine ganz andere Rolle als früher. Auch die Wahlkampfformen müssten daher überdacht werden, meint Lortz.

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