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Der weiße Kasten in der Mitte ist ein so genannter intelligenter Stromzähler, bezahlen muss man den Strom am Ende trotzdem.

Neu-Isenburg

Energieverschwendung im Visier

Wenn der derzeit laufende Feldversuch der Stadtwerke Neu-Isenburg Schule macht, werden die Bürger bald genau wissen, in welcher Stunde sie zu Hause wie viel Gas, Wasser oder Strom verbraucht haben.

Wenn der derzeit laufende Feldversuch der Stadtwerke Neu-Isenburg Schule macht, werden die Bürger bald genau wissen, in welcher Stunde sie zu Hause wie viel Gas, Wasser oder Strom verbraucht haben.

"Smart Metering" nennt sich das Pilotprojekt, bei dem die städtische Kindertagesstätte im Eschenweg, das Jugendcafé an der Beethovenstraße und das Haus Dr. Bäck an der Hugenottenallee (Beratungsstelle für Ältere) die Hauptrolle spielen.

In den drei Gebäuden sind laut der Stadtwerke "intelligente Zähl-, Mess- und Kommunikationssysteme" installiert worden. Sie erfassen den Gas-, Wasser- und Stromverbrauch - aber anders als die herkömmlichen Zähler.

Nach Auskunft von Eberhard Röder, Geschäftsführer der Stadtwerke, kann auf die Stunde genau festgestellt werden, wie viel Kilowattwattstunden oder Liter fließen. Mithilfe dieser neuen Erkenntnisse könne Energie gespart und Verschwendung beseitigt werden. Die neuen Geräte erlauben es den Stadtwerken, die Daten via Funk und Internet abzurufen.

Anhand dieser Daten lasse sich dann erkennen, dass ein städtisches Gebäude beispielsweise an einem Sonntag nur zwei Stunden am Nachmittag genutzt worden sei, dort aber - am Gasverbrauch abzulesen - den ganzen Tag die Heizung in allen Räumen gelaufen sei. Ferner sehen die Stadtwerke bei der detaillierten Kontrolle des Wasserverbrauchs etwa, ob in den Ferien in einer Schule ein Wasserhahn undicht ist.

In der momentanen Pilotphase, an der sich auch die Stadtwerke Mühlheim und Langen beteiligen, arbeitet der Neu-Isenburger Energieversorger mit der Gesellschaft "24/7 Metering", einer 100-prozentigen Tochter der Energieversorgung Offenbach, zusammen.

Noch ist die Technik nach Darstellung der Stadtwerke sehr teuer und der Geschäftsführer bezweifelt, dass alle Bürger diese Möglichkeit der Datenerfassung umgehend nutzen möchten. Anbieten müssen und wollen es die Stadtwerke aber, denn vom nächsten Jahr an sei diese Technik bei Neubauten oder großen Sanierungen in Häusern gesetzlich vorgeschrieben. Das Ablesen des jährlichen Verbrauchs wird mit der neuen Technik hinfällig. aim

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