Dietzenbach

Stadt beklagt Gewalt gegen Mitarbeiter

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
    schließen

Die Gewalt gegen städtische Bedienstete nimmt zu, wird in Dietzenbach beklagt. Immer wieder würden Mitarbeiter beschimpft und tätlich angegriffen.

Die Gewalt gegen städtische Bedienstete nimmt zu, beklagt die Stadt Dietzenbach in einer Mitteilung, die wie ein Hilferuf klingt.

Immer wieder komme es zu Beschimpfungen und tätlichen Angriffen. Traurige Höhepunkte der vergangenen Wochen seien Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen gegenüber jungen Kolleginnen der Stadtverwaltung, als diese in Dietzenbach Mitte die Maskenpflicht in Geschäften kontrolliert hätten. „Hier wird eine Grenze absolut überschritten“, sagt Bürgermeister Jürgen Rogg (CDU).„Wir alle müssen gemeinsam etwas gegen die Verrohung tun“. Der Bürgermeister will die Ausstattung der Mitarbeiter verbessern und die Schulungsmaßnahmen für Deeskalation und Selbstschutz ausbauen.

Markus Hockling, Leiter des Sachbereichs Sicherheit und Ordnung“, berichtet von einem besonders krassen Fall am 21. August. Mit Absicht habe da der Fahrer eines Motorrollers unter Drogeneinfluss einen Stadtpolizisten in der Altstadt angefahren. Der Stadtpolizist wurde bei dem Vorfall laut Hockling so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. „Fassungslos“ machten ihn solche Vorfälle, sagt Hockling. Und: „Die Aggressivität zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten“. Seit etwa zwei Jahren beobachtet er eine Zunahme an Gewalt und Anfeindungen. Hockling sieht die Sache aber differenziert, beobachtet auch „vermehrt dankbare Reaktionen“ für die Arbeit seines Teams. Viele freuten sich über die Kontrollen und befürworteten eine deutliche Ausweitung. Diese Wertschätzung tue gut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare