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Stadtentwicklung in Dreieich

Sportpark wird regionalligatauglich

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH investiert in der Lettkaut mehr als eine Million Euro in die Spielstätte des Hessenligisten SC Hessen.

Größer, komfortabler, sicherer: Mehr als eine Million Euro nimmt die Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH (DSBM) in die Hand, um den Hahn-Air-Sportpark, die Spielstätte des Hessenligisten SC Hessen Dreieich, umzubauen. Streitigkeiten mit Bürgern und anliegenden Vereinen sind diesmal nicht zu erwarten, obwohl die Erweiterung im Gebiet Lettkaut über die Bühne geht – dort wo die geplante deutsch-chinesische Fußballakademie monatelang für Negativschlagzeilen gesorgt hat. Die DSBM realisiert die Erweiterung auf ihrem eigenen, 35 000 Quadratmeter großen Gelände ohne Zuschüsse von der öffentlichen Hand.

Egal ob dem SC Hessen Dreieich nun der Aufstieg in die unterste deutsche Profiliga gelingt oder nicht – das Stadion wird regionalligatauglich gemacht. Vom morgigen Samstag an rollt dort kein Ball mehr.

Schon am Montag wird ein neuer Rasenplatz angelegt; das nach Bundesligastandards angelegte Spielfeld steht dann für drei Monate nicht zur Verfügung. In dieser Zeit werden auch taghelle LED-Flutlichtstrahler angebracht. Die demontierten alten Strahler sollen auf den Rasenplätzen der HSV Götzenhain und des SV Dreieichenhain Verwendung finden.

Die Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verlangen für einen Regionalligisten mindestens 2500 Sitz- und Stehplätze. „So viele gehen zwar jetzt schon rein, aber künftig haben wir neue Tribünen und können für die Hälfte der 2500 Besucher Sitzplätze anbieten“, sagt DSBM-Geschäftsführer Sascha Schnobrich. Trotzdem sei der Hahn-Air-Sportpark nach dem Umbau „höchstwahrscheinlich das kleinste Regionalligastadion in Deutschland“. Zum Vergleich: Das Stadion der Offenbacher Kickers am Bieberer Berg fasst 20 000 Zuschauer.

Größer zu bauen ist derzeit aber kaum möglich; das verhindern Stellplatzvorgaben. „Wir haben um den Sportpark über 100 geschotterte Parkplätze und 200 Stellplätze im nahe liegenden Parkhaus“, sagt Schnobrich. Diese Zahl sieht der Kreis Offenbach als Genehmigungsbehörde für 2500 Zuschauer als ausreichend an.

Bereits im Dezember sei man in die Planungen gegangen, sagt Schnobrich. „Wir haben uns längere Zeit vorbereitet, konnten mit Polizei, Rotem Kreuz und Ligaleitung Gespräche führen.“ Trotzdem sitzt der DSBM die Zeit im Nacken: Anfang August beginnt der Ligaspielbetrieb, Ende Juli soll der Stadionumbau fertig sein. Deshalb wird nicht Stein auf Stein gesetzt, sondern im Juni werden Container aufgestellt. So entsteht ein kleines Containergebäude mit Räumen für die Dopingproben, für die Pressevertreter und zum Umziehen für die Einlaufkinder. Unter der Woche werden die Container als Umkleidetrakt mit vier Duschen für die Fußballjugend genutzt. Weitere Container für die Stadiongastronomie werden jeweils im Gäste- und im Heimbereich aufgestellt.

Die DSBM kauft auch einen ziehharmonikaähnlichen Tunnel, den die Spieler künftig durchschreiten, um auf den Platz zu gelangen. Auch das ist Vorschrift, „damit die Fußballer vor dem Spiel nicht mit den Zuschauern in Kontakt kommen“, sagt Schnobrich. Das Spielfeld wird bald auch von einem speziellen Sicherheitszaun umgeben sein.

In der Saison 2016/17 hatte der SC Hessen als Meister der Hessenliga auf den Aufstieg verzichtet – der 2013 gegründete Verein war nach Meinung der Verantwortlichen zu jung für diesen Schritt.

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