Sorge um Zuganbindung

Kommunen fordern Bau der Regionaltangente

Es ist ein Projekt mit gewaltigem Planungsaufwand, das für fast Zehntausende Menschen in der Region eine bessere Nahverkehrsanbindung schaffen soll: die Regionaltangente West (RTW). Die Planung ist weit gediehen, ab 2018 sollen zwei neue Zuglinien von Dreieich und Neu-Isenburg im Süden und Bad Homburg im Norden den Flughafen und viele Kommunen im Westen Frankfurts ansteuern. Doch im Kreis Offenbach wächst die Sorge, dass sich das rund 375 Millionen Euro teure Projekt um Jahre verzögert oder überhaupt nicht umgesetzt wird.

„Wir sehen die Gefahr, dass die Regionaltangente West in der Schublade verschwindet“, sagte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) gestern in Dreieich. Dort hatten sich Bürgermeister und Stadträte von Neu-Isenburg, Dreieich und Rödermark getroffen, um eine gemeinsame Resolution vorzustellen. In dem Papier fordern die drei Kommunen ein Festhalten an den Plänen und pochen auf den Zeitplan. Die Resolution richtet sich an alle beteiligten Akteure, vor allem an die Landesregierung, den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Stadt Frankfurt.

„Die Tangente ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in der Region“, sagte Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD). Es dürfe nicht sein, dass kurzfristige Sparbemühungen bei Land und Kommunen es gefährdeten. Die drei Partnerstädte – Rödermark hat wegen der Anbindung an die Dreieichbahn großes Interesse an der RTW – blicken insbesondere nach Frankfurt, das wegen knapper Kassen gerade zahlreiche Investitionen zusammenstreicht. Man gehe aber bisher davon aus, dass die finanzielle Beteiligung am Bau der Regionaltangente nicht zur Disposition stehe, sagte Zimmer.

Die Resolution soll übergeben werden, sobald die Stadtverordneten der drei Kommunen zugestimmt haben. (mf.)

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