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Die Rabenbilder von Bodo W. Klös werden bis 16. März in der Galerie in Rodgau zu sehen sein.

Städtische Galerie in Rodgau

Raum für Kunst

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Die Städtische Galerie in Rodgau ist eröffnet. Rabenbilder machen den Anfang.

Rodgau leistet sich eine eigene Kunstgalerie. Im Rektor-Geißler-Haus in Dudenhofen, einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus, wagt die Stadt den Versuch, Kunstschaffenden eine Bühne zu geben. 12 000 Euro darf der laufende Betrieb der Galerie pro Jahr kosten – inklusive Aufsichtspersonal, Werbung und Bewirtung bei Vernissagen.

Hochwertige Kunst nach Rodgau holen – diese Intention verfolgt die Stadt mit der Galerie. Hauptsächlich auswärtige Kunstschaffende sollen dort ausstellen; einheimische Künstler können ihre Werke ja schon lange als sogenannte Flurkunst im Rathaus präsentieren.

Die neue Kunstgalerie liegt im 1. Stock des pittoresken Schulhauses, das im frühen 19. Jahrhundert erbaut wurde und seit 2002 das Standesamt und das Ortsgericht beherbergt. Die drei Galerieräume waren früher als Wohnung vermietet; nach dem Tod des Mieters beauftragten die Stadtverordneten im Februar 2017 den Magistrat, die Räume für eine Eignung als Galerie zu überprüfen. In den vergangenen Wochen wurden nun die Wände weiß getüncht, Licht- und Galerieleisten sowie Jalousien angebracht, eine Küchenwand verkleidet und dimmbare Beleuchtung installiert, weil viele empfindliche Werke nur wenig Licht vertragen.

Die 45 Quadratmeter seien „leider nicht behindertengerecht“, bedauerte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) bei der Projektvorstellung am Dienstag. Deshalb sei demnächst auch eine „barrierefreie Präsentation“ auf der städtischen Website geplant.

Bodo W. Klös aus Lich darf die Galerie als Erster bespielen. Der Zeichner ist national für seine Rabenbilder bekannt. Bei der Vernissage am Mittwoch, 16. Januar, um 18 Uhr wird er selbst seine rund 30 Grafiken vorstellen und eine Radierpresse vorführen. „Wenn es geht, wollen wir auch künftig die Herstellungsprozesse mit in die Ausstellung integrieren“, so Kulturdezernent Winno Sahm (Grüne). Was in den Räumen ausgestellt wird, bestimmt er zusammen mit den Organisatoren der städtischen Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt (AKSE). „Die kuratorische Letztentscheidung liegt bei der Stadt.“ Die Stadtverordneten wollen nach zwei Jahren einen Erfahrungsbericht vorgelegt bekommen.

Vier Mal jährlich soll die Galerie jeweils für acht Wochen öffnen. „Wir haben für 2019 sogar schon zu viele Bewerbungen“, sagte Gabriele Ziegler von der AKSE. Wer Bodo W. Klös nach dem 16. März als Künstler nachfolgt, wollte sie noch nicht verraten.

Die Galerie im 1. Stock des Rektor-Geißler-Hauses, Nieuwpoorter Straße 90, ist mittwochs von 18 bis 21 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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