Landratsamt Offenbach weiter umkämpft

Quilling liegt bei knapp 50 Prozent

Bei der Wahl zum Landrat des Kreises Offenbach hat Oliver Quilling (CDU) die 50 Prozent-Marke ganz knapp verfehlt. Er muss am 11. Oktober mit Carsten Müller (SPD) in die Stichwahl. Von Achim Ritz

Von Achim Ritz

Die Landratswahl im Kreis Offenbach hat sich am Sonntagabend zu einem Nervenkrieg entwickelt. Erst knapp fünf Stunden, nachdem die Wahllokale geschlossen wurden, stand das vorläufige Endergebnis fest.

Neu-Isenburgs Bürgermeister Oliver Quilling (CDU) hat die 50 Prozent-Marke ganz knapp verfehlt. Er geht am Sonntag, 11. Oktober, mit dem Kreisbeigeordneten Carsten Müller (SPD) in die Stichwahl.

Quillings Ergebnisse schwankten am Abend zwischen anfangs 48 Prozent, sie gingen dann bis 21.30 Uhr auf knapp 51 Prozent hoch und lagen am Ende bei 49,7 Prozent. Carsten Müller erreichte 35,9, der FDP-Kandidat Daniell Bastian aus Seligenstadt 14,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,3 Prozent.

Carsten Müller, der in Egelsbach und Mainhausen die meisten Stimmen erhielt, zeigte sich mit der Stichwahl am 11. Oktober zufrieden. "Wenn der Favorit es im ersten Durchgang nicht schafft, hat er später ein Problem, das haben beispielsweise die Wahlen in Waldeck gezeigt", sagte er an die Adresse von Oliver Quilling gerichtet.

Wenn die Wähler am Sonntag, 11. Oktober in der Stichwahl entschieden haben, wer die Nachfolge von Peter Walter (CDU) antreten wird, tritt der Neue im März 2010 seinen Dienst an.Quilling kündigte an, er wolle die von seinem Parteifreund und Vorgänger Landrat Peter Walter gestartete Bildungsoffensive, zu der die bestens ausgestatteten Schulen gehörten, fortsetzen.

Dazu gehöre der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder, die Sprachförderung und mehr Ganztagsschulen. Als Landrat möchte Oliver Quilling künftig dafür sorgen, dass der Kreis mehr als bisher ein Partner der 13 Kommunen sei. In Zeiten des Geldmangels gelte es, das Potenzial zu bündeln. Er lehnt die vorgeschlagenen Regionalkreis- und Stadtkreismodelle ab und glaubt an die Zukunft des Kreises.

Quilling will die Wirtschaftskraft des Kreises stärker hervorheben und sich dafür einsetzen, dass vor allem für die Aufgaben im Sozialbereich mehr Geld aus Berlin und Wiesbaden fließt.

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