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In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung will die Rodgauer Landtagsabgeordnete Judith Pauly-Bender (SPD) wissen, ob die Landesregierung die Ausbaupläne der Nieder-Röder Kiesgrube für einen geeigneten Beitrag "zum Erhalt von Erholungsfläche in der ohnehin mit Verkehrslärm geplagten" Stadt halte, und ob sie negative Auswirkungen auf die nach Bundesnaturschutzbehörde geschützte Vogelwelt ausschließen könne.

Rodgau

Protest gegen Kiesabbau

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Die SPD und der Naturschutzbund kritisieren die Pläne der Firma Weiss, die Kiesgrube in Neider-Roden zu erweitern. Die Regionalversammlung hat allerdings schon zugestimmt. Von Christoph Manus

In Rodgau regt sich Widerstand gegen den Wunsch des Kiesgrubenbetreibers Weiss, die Abbaufläche am Nieder-Röder See um etwa 24 Hektar zu erweitern.

In einer kleinen Anfrage an die Landesregierung will die Rodgauer Landtagsabgeordnete Judith Pauly-Bender (SPD) unter anderem wissen, ob die Landesregierung die Ausbaupläne für einen geeigneten Beitrag "zum Erhalt von Erholungsfläche in der ohnehin mit Verkehrslärm geplagten" Stadt halte, und ob sie negative Auswirkungen auf die nach Bundesnaturschutzbehörde geschützte Vogelwelt ausschließen könne.

Die Regionalversammlung Südhessen war im November mit CDU/FDP-Mehrheit dem Ausbauwunsch der Firma Weiss gefolgt. Nun muss noch das Regierungspräsidium über die Pläne befinden. Der Ortsverband des Naturschutzbundes (Nabu) hat dazu eine ablehnende Stellungnahme eingereicht.

Die Naturschützer fürchten unter anderem "erhebliche Auswirkungen auf die vorhandenen Tier- und Pflanzenarten aufgrund des dauerhaften Verlustes an Lebensraum". Die geplanten Rodungen minderten die Lebensqualität und trügen zu einer erheblichen Lärmbelästigung für Nieder-Roden bei. Der Markt für Sand und Kies sei zudem "total übersättigt".

Sie hoffe, Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) für einen Ortstermin zu gewinnen, sagte Pauly-Bender gegenüber der Frankfurter Rundschau. Die SPD-Politikerin erinnert daran, dass das Areal einmal Erholungsgebiet werden sollte. Bereits heute gebe es aber zwischen Siedlung, See und Kreisquerverbindung kaum noch einen ruhigen Weg. "Am Ende leben wir auf einer Verkehrsinsel." Sie fordert zudem vor einer Entscheidung einen Renaturierungsplan.

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