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Die erneuerte Rundbahn des Testzentrums.

Rodgau

Opel darf ausbauen

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Grünes Licht hat der Rodgauer Magistrat Opel zum Ausbau des Testzentrums Dudenhofen gegeben. Der Autokonzern will 18,5 Millionen Euro in neue Strecken investieren. Dem dafür nötigen Waldverkauf muss das Stadtparlament zustimmen.

Für einen Preis von 450?000 Euro soll die Stadt Rodgau eine etwa 16 Hektar große Waldfläche nordwestlich des bisherigen Testzentrums Dudenhofen an die Adam Opel AG verkaufen. Das sind etwa 2,80 Euro pro Quadratmeter. Das hat der Magistrat jetzt den Stadtverordneten empfohlen. Für die Stadt geht es nach Ansicht von Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) um eine „ganz wichtige Standortfrage“.

Opel benötigt die zusätzliche Fläche, um den bisherigen Eingangsbereich des Testzentrums, das künftig Test Center heißen soll, dorthin zu verlegen. Parallel zur Landstraße nach Babenhausen soll so eine 2,1 Kilometer lange neue Strecke entstehen können.

Diese ist Teil eines Investitionsprogramms, das sich Opel 28,5 Millionen Euro kosten lässt. Zehn Millionen Euro davon hat der Autobauer bereits in die Erneuerung der Hochgeschwindigkeits-Rundbahn gesteckt, das Opel als Herzstück des Testzentrums bezeichnet. Die 4,8 Kilometer lange Strecke mit einer Neigung von 40 Grad erhielt neue Test- und Sensortechnik.

Noch in diesem Jahr soll zudem eine neue Messstrecke entstehen, mit der Geräusche eines vorbeifahrenden Autos untersucht werden. Opel-Entwicklungsvorstand Mike Ableson kündigte bereits Ende September zudem an, dass in den kommenden drei Jahren unter anderem die vollständige Kopie eines Straßenprofils inklusive eines City-Kurses auf dem Gelände entstehen soll. Die Zahl der Beschäftigten am Standort Rodgau soll von derzeit rund 250 auf etwa 500 verdoppelt werden.

Der Magistrat wirbt bei den Stadtverordneten zudem dafür, eine enge strategische Partnerschaft mit dem Automobilkonzern einzugehen. So wollen Opel und Stadt etwa gemeinsam Pilotprojekte zur Einführung kohlendioxidneutraler Mobilität in Rodgau angehen. Die Stadt will mit dem Testzentrum für Rodgau werben; dieses soll sich mehr für Besucher öffnen. Zu den Eckpunkten einer Zusammenarbeit gehört auch, dass die Rodgauer Feuerwehr und der Katastrophenschutz das Test Center als Übungsgelände nutzen können. Geprüft werden soll zudem, ob die Racing-Club-Anlage Rodgau auf das Opel-Gelände verlagert werden kann.

Über den Verkauf und die Erklärung zur strategischen Partnerschaft mit Opel entscheiden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 10. Dezember.

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