Rüsselsheim

Neues Wohngebiet

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Auf der Eselwiese in Bauschheim sollen in einigen Jahren Wohnhäuser und Betriebe entstehen. Die Stadtverordneten entscheiden demnächst über das Vorhaben.

Die Stadt Rüsselsheim will eine Fläche von 60 Hektar für Wohnen und Gewerbe entwickeln, teilt die Verwaltung mit. Auf der Eselswiese am Rande des Ortsteils Bauschheim, derzeit noch als Ackerfläche genutzt, sollen ab 2021 31,5 Hektar als Wohnbaufläche, 13,65 Hektar als gewerbliche Baufläche, 5,1 Hektar als gemischte Baufläche und 10,2 Hektar als Grünfläche ausgewiesen werden.

„Die Nachfrage nach Flächen für Wohnbebauung ist in der Metropolregion sehr groß“, sagt Planungsdezernent Nils Kraft (SPD). Bauschheim könne bei Familien mit seiner relativ ruhigen Lage punkten. Neue Wohnungen zu schaffen, sei für Kommunen im Vergleich zu Gewerbegebieten eher unwirtschaftlich. Rüsselsheim stelle sich aber dem Siedlungsdruck.

Bevor die ersten Bagger anrücken, wird es noch einige Jahre dauern. Für 2019 ist ein städtebaulicher Wettbewerb geplant. Aufbauend auf seinen Ergebnissen müssen die Planungsunterlagen erarbeitet werden.

2022 könnten nach derzeitigen Planungen die Erschließungsarbeiten beginnen, eine Vorvermarktung wäre ab 2021 möglich. Allein an öffentlichen Investitionen werde ein Volumen von 80 bis 100 Millionen Euro erwartet, private Investitionen für Wohnhäuser oder gewerbliche Gebäude kämen noch hinzu, teilt die Stadt weiter mit.

Maßgeblich für die nun anstehende Bodenordnung sei der Beschluss der Stadtverordneten, dass für anfallende Planungs-, Umlegungs-, Erschließungs- und Folgekosten ein Gesamtkonzept erarbeitet werden soll. Auf seiner Grundlage werde eine für die Stadt kostenneutrale Gesamtgebietsentwicklung angestrebt. Deswegen sei – vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung – geplant, dass die Kosten von den rund 50 Grundstückseigentümern getragen werden. Eine andere Form der Entwicklungsfinanzierung wäre aktuell wahrscheinlich kaum über den städtischen Haushalt zu leisten.

Nach Beratung in der Ausschussrunde könnte die Stadtverordnetenversammlung am 18. Oktober grünes Licht für die Bodenordnung geben. Entwickler der Flächen ist im Auftrag der Stadt Rüsselsheim am Main die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungs GmbH. Deren Projektpartner für die Bodenordnung ist die Wittig + Kirchner Ingenieur GmbH.

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