Rodgau

Neues Gebäude für die Stadtwerke

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Geschäftsbereiche sollen in Jügesheim gebündelt werden

Für drei Millionen Euro soll auf dem Stadtwerke-Gelände an der Hans-Böckler-Straße im Jügesheimer Gewerbegebiet ein neues Bürogebäude entstehen. Ziel ist es, die Verwaltung der verschiedenen Betriebszweige des Eigenbetriebs zu bündeln. Bisher haben die Verwaltung sowie die Beschäftigten der Bereiche Straßenbeleuchtung und ÖPNV ihren Sitz an der Friedberger Straße in Dudenhofen. Die Bereiche Wasser und Abwasser werden vom bisherigen Gebäude in der Hans-Böckler-Straße aus betreut. Die vergangenes Jahr zu den Stadtwerken übertragene Friedhofsabteilung sitzt im Rathaus. Dasselbe gilt für die Mitarbeiter der Bereiche Tiefbau und Abfallwirtschaft, die erst seit diesem Jahr für die Stadtwerke arbeiten.

Schon beim Kauf des Gebäudes im Jahr 2001 habe die Stadt geplant, die Stadtwerke dort zu bündeln, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) im Stadtparlament. Er argumentiert nicht nur mit der Platznot im Rathaus. Die Zusammenfassung der Betriebszweige spare Wege für die Verwaltung wie für die Kunden und sei notwendig, um die Stadtwerke zu einem erfolgreichen Unternehmen weiterzuentwickeln.

Wirtschaftsplan beschlossen

Nach ersten Plänen, die im am Montag beschlossenen Wirtschaftsplan der Stadtwerke skizziert sind, soll der Neubau dreigeschossig sein und Platz für etwa 50 Beschäftigte bieten. Für das laufende Jahr sind vorsorglich 500000 Euro in den Etat eingestellt, für das kommende Jahr eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Das dann nicht mehr benötigte Gebäude in Dudenhofen soll nach Fertigstellung des Neubaus für 200000 Euro verkauft werden.

Die CDU, der Wählerverein Zusammen mit Bürgern und Heiko Stenzel (Linke) lehnten den Wirtschaftsplan ab. „Uns wird der Neubau eines Bürogebäudes untergeschoben“, kritisierte Anette Schweikart-Paul (CDU). Diesen über den Wirtschaftsplan quasi mitbeschließen zu lassen, sei nicht korrekt. Als unzureichend kritisierte sie zudem die Gegenüberstellung der Alternativen, ein Gebäude zu mieten oder selbst zu bauen.

Für den Wählerverein Zusammen mit Bürgern sprach Otto Melzer gar von einer Milchmädchenrechnung. Stenzel kritisierte die Ausgliederung der Abteilungen, die zu weniger Transparenz und Mitbestimmung führe.

Winno Sahm (Grüne) hatte zuvor versprochen, der Bau des Gebäudes werde erst begonnen, wenn belegt ist, dass er unabdingbar ist, ökonomisch die beste Lösung und finanziell abgesichert. Die Bewertung werde so kritisch und detailliert sein, dass die Stadtverordneten guten Gewissens entscheiden könnten.

Hoffmann korrigierte gestern den im Wirtschaftsplan angegebenen Zeitplan nach hinten. Der neue Betriebsleiter werde bis Jahresfrist eine Entscheidungsgrundlage vorlegen, heißt es nun.

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