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Schüler im Klassenraum (Symbolfoto).

Kreis Offenbach

Mehr Schüler und deshalb mehr Kosten

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Der Kreis Offenbach muss an nahezu allen Schulstandorten Erweiterungsbauten errichten oder neue Grundschulen errichten. Deshalb wird die Schulumlage steigen.

Es klingt schon fast kurios: 3890 Euro sollen im kommenden Jahr beim Kreis Offenbach übrig bleiben – bei einem geplanten Haushaltsvolumen von 654 Millionen Euro. „Wenn nur eine Inobhutnahme eines Kindes dazukommt, rutschen wir schon ins Defizit“, sagte Kreiskämmerer Carsten Müller (SPD) bei der Vorstellung des Haushaltsplans 2019.

Kein Wunder also, dass weiterhin Sparen angesagt ist. „Wir müssen auch künftig jeden Cent vier oder fünf Mal umdrehen“, mahnte Müller. Der Haushaltsplan weise zwar zum zweiten Mal in Folge ein Plus aus, aber der Kreis habe noch keine finanziellen Reserven aufgebaut für den Fall, dass sich die günstige Wirtschaftslage wieder drehe.

Der Sozialbereich soll im kommenden Jahr 6,5 Millionen Euro weniger kosten als in diesem Jahr, 295 Millionen Euro sind angesetzt. Grund: Die minderjährigen Flüchtlinge sind weniger geworden, damit reduzieren sich auch die Kosten der Jugendhilfe. Und die Kosten für Unterkünfte sind ebenfalls rückläufig. 

Gleichzeitig steigen aber die Schülerzahlen. Der Kreis muss an nahezu allen Schulstandorten Erweiterungsbauten errichten und in Heusenstamm und Langen völlig neue Grundschulen bauen. Der Flächenzuwachs an den Schulen führt dazu, dass auch für Facility-Management und Reinigung mehr ausgegeben werden muss. Deshalb wird die Schulumlage, die die Kommunen an den Kreis zahlen müssen, um 1,15 Punkte auf 20,19 Punkte erhöht. Das soll 7,4 Millionen Euro in die Kreiskasse spülen. „Aber wenigstens die Kreisumlage bleibt stabil bei 32,47 Punkten“, sagte Landrat Oliver Quilling (CDU).

57,5 Stellen werden neu geschaffen – darunter auch unbefristete 26,5 Stellen, die bislang befristet waren. „Wir brauchen mehr Beschäftigte, um die wachsenden Aufgaben bei zunehmender Bevölkerungsentwicklung bewältigen zu können“, sagte der Landrat. 31,5 Stellen kommen allein im Sozialbereich dazu.

Für den Breitbandausbau will der Kreis 2019 und 2020 jeweils acht Millionen Euro bereitstellen. Rund 30 Prozent davon sind für WLAN in den Schulen reserviert.

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