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Weil die Langener Bürger am Sonntag mit 58 Prozent gegen den Verkauf der Flugplatz-Anteile von knapp zehn Prozent an Mehrheitseigner NetJets stimmten, bleibt der städtische Lapsus ohne Folgen. Langen hatte auf seiner Homepage für den Verkauf geworben. Unser Bild zeigt einen Fahrrad-Protestcorso gegen den Anteilsverkauf am 13. September.

Flugplatz Egelsbach

Langen entfernt Empfehlung von Homepage

Ein Jurist hat die Internetseite der Stadt Langen beanstandet - diese verwies auf eine Stellungnahme von Bürgermeister Gebhardt, in der dieser für den Verkauf der Flugplatz-Anteile geworben hat.

Von Maurice Farrouh

Langen. Wenn der Bürgerentscheid gegen den Verkauf der städtischen Anteile am Flugplatz Egelsbach gescheitert wäre, hätten die Initiatoren das Ergebnis anfechten können. Zu diesem Schluss kommt der Rechtsanwalt der Vertrauensleute, Matthias Möller-Meinecke.

Als Grund nennt er einen Link auf der Internetseite der Stadt Langen zum Bürgerentscheid. Unter der Überschrift "Informieren Sie sich" hat Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) dort für den Verkauf argumentiert. "Das ist ein klassischer Fall von unzulässiger Einflussnahme auf eine Wahl", sagte Möller-Meinecke der FR.

Die Stadt hat den Link am Freitag entfernt, nachdem der Jurist ihn mit Verweis auf zahlreiche Gerichtsurteile beanstandet hatte. Weil die Bürger am Sonntag mit 58 Prozent gegen den Verkauf der Anteile von knapp zehn Prozent an Mehrheitseigner NetJets stimmten, bleibt der Lapsus ohne Folgen.

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